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Bury Tomorrow: Black Flame

Bury Tomorrow überzeugen weiterhin mit genialen Songs
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 40:28
Release: 13.07.2018
Label: Music For Nations/ Sony Music

Die britische Metalcore-Truppe Bury Tomorrow haben mittlerweile in einen ungefähren Zwei-Jahres-Veröffentlichungsrhythmus gefunden; kein Wunder also, dass immer noch Songs der letzten Platte „Earthbound“ in heimischen Player rotieren, obwohl schon das neue Album „Black Flame“ in den Regalen steht. Dabei schafften die Herren es bereits von Anfang an, trotz der klassischen Metalcore-Zutaten – wie der Kombination aus Geschrei und klarem Gesang – einen eigenständigen Sound zu kreiern, der ohne große Experimente, dafür aber mit jeder Menge Herzblut daherkommt. War man beim letzten Release schon ängstlich-skeptisch, ob die Truppe ihr Niveau würde halten können, geht das Gezitter jetzt beim fünften Output also wieder von vorne los.

Zur allgemeinen Beruhigung haben Bury Tomorrow schon deutlich vor Veröffentlichung den Titeltrack inklusive Video herausgehauen – ein Brecher vor dem Herrn, eingeleitet von Jason Camerons berührendem Klargesang über treibende Gitarren, dann wütend entzwei gerissen von Frontbrüller Dani bis hin zum Gänsehaut spendenden Refrain; quasi ein perfektes Stück Metalcore, ohne Wenn und Aber. Ein Song, der das Zeug zum Bandklassiker hat und sich einreihen darf in die Liste, die schon von Stücken wie „Anything With Teeth“, „Lionheart“ oder „Watcher“ besiedelt wird.

Schon der Opener „No Less Violent“ macht seinem Namen alle Ehre, startet zwar mit unschuldig perlenden Samples, die Ruhe wird aber schon bald durch den Sturm Dani unterbrochen, zwischendurch darf der Klargesang immer mal für kurze Verschnaufpausen sorgen, was man zweifellos als eine Weiterentwicklung des Schreihalses sehen kann. Aber auch Klarsänger Jason scheint weiter an seinen gesanglichen Fähigkeiten gearbeitet zu haben: Das ungewöhnlich flotte „More Than Mortal“ präsentiert sich zuerst als unbarmherzige Abrissbirne, bevor Jason mit einem überragenden Refrain einsteigt. Überhaupt hat die Truppe auf der Albummitte einen nahezu perfekten Dreier gelandet: „More Than Mortal“ wird nämlich abgelöst von den beiden ebenfalls bereits letzten Monat veröffentlichten Singles „Knife Of Gold“ und „The Age“ - ersteres startet mit überraschend fies keifendem Geschrei, das von unheilschwangeren Clean Vocals abgelöst wird. In „The Age“ wagen sich die Briten dann sogar an eine Post-Hardcore-Melodie, die nach einigem Geschrei in einen fast tanzbaren Refrain mündet.

Auch zum Ende der Platte hin lässt die Truppe kaum nach, das finale „Peacekeeper“ benötigt nicht mal ein Intro, sondern ballert gleich aus allen Rohren, nur ist der Song im Vergleich mit den genannten Anspieltipps nicht ganz so stark und kann erst zum Ende hin überzeugen. Dafür darf sich „Black Flame“ aber einreihen in den makellosen Backkatalog der britischen Metalcoretruppe – fünf Alben und kein einziges dabei, bei dem die Qualität nachgelassen hätte. Klar gibt es den ein oder anderen Song, der etwas weniger überzeugen kann; aber auch hier siedeln sich Bury Tomorrow wieder im obersten Bereich der Punkteskala an.

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