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Burning Skies: Greed Filth Abuse Corruption

Die Engländer zeigen deutlich mehr Grind-Einflüsse, dafür leider weniger Thrash
Wertung: 7/10
Genre: Death Core
Spielzeit: 28:17
Release: 24.03.2008
Label: Lifeforce Records

Die Briten von BURNING SKIES melden sich mit ihrem mittlerweile dritten Album „Greed.Filth.Abuse.Corruption” aus der Versenkung zurück. Wenn man bedenkt, dass die Jungs sich Anno 2002 in Bristol gegründet haben und das Debut „Murder by Means of Existence” bereits im Jahr 2004 über Lifeforce Records veröffentlicht wurde, ist der Werdegang doch mehr als ordentlich.

Scheinbar haben´s die Deathcoreler von Album zu Album eh irgendwie eiliger, denn während das Debut „Murder by Means of Existence“ noch satte 45 Minuten und die Nachfolgescheibe „Desolation“ immerhin noch knapp 31 Minuten Spielzeit vorweisen konnten, ist die neue Langrille „Greed.Filth.Abuse.Corruption“ bereits nach 28 Minuten zu Ende!! „You Don't Have To Be Dead To Be In Hell” ist dabei der einzige Song der überhaupt die drei Minutenmarke überschreitet, der Rest befindet sich knapp oder deutlich darunter.

Stilistisch befindet man sich nach wie vor deutlich im Deathcore Bereich, wobei aber die Arrangements mehr in Richtung Hardcore tendieren. Vor allem der Opener „Warhate“ lässt dabei oftmals die New Yorker Alte Schule grüßen. Doch spätestens bei “You Don't Have To Be Dead To Be In Hell” knallt wieder ordentlich die Death Metal Keule rein. Wenn es so bleiben würde wäre auch eigentlich alles in Ordnung, aber bereits bei „Y.G.F.F.“ und „Rounding Up The Cattle“ mischen sich vermehrt grindige Einflüsse in die Songs mit ein, was bei mir nicht gerade für viel Begeisterung sorgt. Zwar vermengt man dies immer noch mit viel deathigen Riffs und Doublebass Walzen, aber bei mir reicht schon die Tendenz und übertriebene Stilmittel im Gesang von Frontmann Merv Hembrough, dass mir gewisse Songs nicht mehr so sehr gefallen. Glücklichweise bescheren uns Burning Skies noch so gewohnte Hammertracks wie „Abuse to confuse“, die zudem wie eh und je Arsch treten. Doch vor allem „Spat out and stamped on“ oder das sehr old school thrashige „Slashed, thrashed and fucked up beyond“ (erinnert mich stellenweise sogar ein wenig an Slayer´s „Reign in Blood“) treiben die Aggressivität noch mehr auf die Spitze.

Doch leider ist von den feinen Melodien, die ich einst bei „Desolation“ so sehr lobte (vor allem bei dem Song "Could You Sink Any Lower?"), mittlerweile nichts mehr zu vernehmen. Zwar wurde versucht, dies mit gesteigerter Aggressivität und Schlag in die Fresse Attitüde wett zu machen, allerdings klingen dadurch Burning Skies wie eine Band unter vielen und haben damit meiner Meinung nach an Identität verloren. Vor allem der Wechsel zwischen Death Thrash und Death Grind verläuft noch nicht so ganz flüssig und ausgereift, so dass das Endergebnis weder nach (Thrash) Fisch noch nach Fleisch (Grind) klingt. Diese Unentschlossenheit wirkt sich somit auch auf das Hörvergnügen aus, so dass auch bei mehreren Durchgängen die Scheibe schnell langweilig werden kann.

Eigentlich finde ich es immer vorbildlich wenn sich Bands zum einen weiter entwickeln und zum andere Ihren Wurzeln doch noch irgendwie treu bleiben. Doch im Falle von Burning Skies kann man wirklich von einer Verschlimmbesserung reden, denn so genial und viel versprechend das Debüt „Murder by Means of Existence“ klang, so belangloser wurde man mit „Greed.Filth.Abuse.Corruption”. Ganz so schlecht klingt die dritte Scheibe nun gerade nicht wirklich, aber es ist meiner Meinung nach dennoch ein klarer Qualitätsverlust von Scheibe zu Scheibe bemerkbar. Wollen wir nur hoffen, dass die Briten sich in Bälde wieder auf ihre Stärke besinnen und es sich nicht zum Ziel nehmen, belanglos und stupide drauflos zu knüppeln.

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