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Burning Saviours: Nymphs & Weavers

Ein wirklich starkes, abwechslungsreiches Album
Wertung: 8.5/10
Genre: Heavy Doom Folk Rock Metal
Spielzeit: 44:5
Release: 30.09.2007
Label: Transubstans Records

Burning Saviour nennt sich eine schwedische Fünf Mann Kapelle. Nach zwei Doom Metal Alben hat man sich vom bisherigen Plattenlabel I Hate Records getrennt und ist nun bei Transubstans Records untergekommen. Irgendwie ist das schon ein kleiner Hinweis darauf, dass es sich langsam ausgedoomt haben dürfte. Außerdem hat man in der Zwischenzeit zwei Besetzungswechsel hinnehmen müssen. Henry Pyykkö bearbeitet die Gitarre und Fredrik Andersson nimmt sich fortan das Mikro. Was natürlich bedeutet, dass Andrei Amartinesei seinen Job quittiert hat.

„Looking After Phyre“ zeigt vom ersten Ton an, in welche Richtung es nun geht. 70er Jahre Rock bzw. Metal wird hier zelebriert. Black Sabbath sei hier mal erwähnt, zumal der neue Sänger wohl Ozzy Osbourne sehr verehrt. Locker flockig rockt man hier recht zügig, bezogen auf die Bandvergangenheit, durch den Opener. Irgendwie seltsam, sowas heute zu hören, aber irgendwie auch richtig kultig und vor allem gut! Ob nun Melodie-, Tempowechsel, oder auch die mehrschichtig vorgetragene Musik, alles passt irgendwie gut zusammen. Der neue Gitarrist zockt hier mit Mikael Marjanen zusammen, als ob sie sich schon 20 Jahre kennen.

Recht überraschend beginnt „Pondhilllow´s Finest“ erst mit den Drums, dann dieser irgendwie befremdenden, aber irgendwie auch vertrauten Melodie. Hier ist ein klarer Folk Anteil unüberhörbar. Irgendwie fühlt man sich fast in die Flower Power Zeit versetzt. Gute, für damalige Zeit harte Gitarrenmusik mit guten Melodien und irgendwie positiver Ausstrahlung. Cool, diese Zeitreise.

Dann geht die Reise in richtiges Black Sabbath Fahrwasser. Die Doom Vergangenheit bricht stärker durch und sorgt für weitere positive Akzente: „The Spellweaver“. Stark, was die Band hier verewigt hat. Aber die Band wird es sehr schwer haben, denn zuviel Unterschiedliches lässt sich schon bei den ersten drei Songs ausmachen. Dann noch der Stilwechsel, der sicher einige alte Fans verschrecken wird, das ist schon recht riskant. Die immer wieder recht freien Melodiebögen werden von dem Black Sabbath Riff kurzweilig eingefangen und niedergewalzt, das Ganze aber sehr gelungen und nicht störend.

Recht schlaff wird „Woodnymph“ intoniert. Im Hintergrund schimmert eine Orgel durch und nur die ab und zu etwas fordernd wirkenden Gitarren sorgen für kleine Ausbruchsversuche aus dem, man möchte fast meinen, gleichgültigen Zustand. Stark, wie man das hinbekommen hat. Ob da das ein oder andere Tütchen mitgeholfen hat, sei mal im Raum stehen gelassen. "Dreaming Of Pastries“ legt wieder mehr Geschwindigkeit an den Tag, weiß aber hauptsächlich durch den gelungenen Refrain zu punkten. Insgesamt eher ein durchschnittlicher Song.

„Signs“ hämmert sich dann im Stile alter Rocksongs aus den Endsechzigern recht kräftig in die Gedächtniszentrale. Heavy Riffs par excellence mit gehörigem Groovecharakter. Stark, was die Band hier abgeliefert hat. Auch die ein wenig an Led Zeppelin erinnernden Gesangslinien vermitteln ein wohliges, geborgenes Gefühl.

„Trinity“ verschwindet dann schon ein wenig in der Versenkung, zu stark ist das andere Material auf „Nymphs & Weavers“. Ein gelungener 70er Jahre Rocker ist dieses Stück aber allemal.

"Hillside Mansion“ zelebriert dann aber Folk Rock pur. Stark und ein absolutes Muss. Man groovt im Gitarrenakkord mit und freut sich des Lebens. Sehr prägnant vorgetragen und absolut authentisch wirkend mit der hart angeschlagenen Gitarre. Dazu dann noch die plötzlich erklingende Flöte, welche sich sehr wohltuend hervor hebt. Ein starkes, erfrischendes Highlight des Albums.

Ob es nun gelungen ist, das Album im Doom Metal zu beenden, sei mal dahingestellt. Aber „Exposed To The Heat Of Solace” ist definitiv ein guter Song. Wobei ich mir hier ein deutlich schwereres Bassspiel von Fredrik Evetsson im Verbund mit mehr Bassdrum von Martinn Wijkström erhofft hätte. Deutlich mehr Tieftonakrobatik hätte hier für noch mehr Pathos gesorgt.

Fazit: Ein wirklich starkes, abwechslungsreiches Album ist der Band da gelungen. Da man sich aber eher in einer musikalischen Randgruppe befindet und einen nicht unbeträchtlichen Stilwechsel vollzogen hat, wird es die Band doch eher recht schwer haben, sich durchzusetzen. Denn auch heute ist es leider so, dass sich gute Musik nicht zwangsläufig durchsetzt.

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