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Buried In Black: Black Death

Nichts Neues, aber okay
Wertung: 5.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:55
Release: 10.06.2011
Label: AFM Records/Soulfood Music

Da ist es nun also, das Debütalbum „Black Death“ der Hamburger Death-Metaller Buried In Black. In lokalen Kreisen ist es keine unbekannte Band, so wurde ihr Sieben-Song-Demo „Arms Of Armageddon“ von allen Seiten hoch gelobt, in einer großen Musik-Metal-Zeitschrift sogar zum „Demo des Monats“ gekürt. Sie überzeugten bereits im Vorprogramm von Maroon und Disbelief, traten auch beim diesjährigen Metal Bash Open Air 2011 in Neu Wulmstorf auf und legten einen wirklich großartigen Auftritt vor (wo die Songs ihres Debütalbums übrigens ordentlich abgefeiert wurden). Mit hohen Erwartungen tritt man also an die fünf Herren ran, um dann festzustellen, dass die Erwartungen weder übertroffen, noch wirklich erfüllt werden.

Das Artcover ziert den „Tod“ bzw. die Pest („Black Death“) oder zumindest ein triumphierendes Skelett mit Schwert auf einem Pferd, als hätte es gerade einen glorreichen Siegeszug hinter sich gebracht. Im unteren Teil des Covers entdeckt man elend aussehende Menschen, die um ihr Leben ringen. Alles in allem passt dies auf jeden Fall zu dem schicken Titel des Albums, doch der eben erwähnte Siegeszug trifft nicht auf das gesamte Album zu.

Man hört sich das Album an, wippt, headbangt vielleicht auch mal in Gedanken mit. Schlecht hört sich das nicht an, doch etwas fehlt auf jeden Fall. Die Drums sind eintönig und hören sich fast immer gleich an, Dynamik ist nicht wirklich vorhanden, das Album wirkt uneigenständig und irgendwie auch höhepunktarm. „Black Death“ verzichtet auf ein Intro, katapultiert sich jedoch mit dem krachigen Opener „The Bait“ in die Ohren, genau wie das energiegeladene „Act Of Caprice“, welche wohl die Lichtblicke des düsteren Albums sind.

Ansonsten dümpelt man lieber im Mid-Tempo-Bereich vor sich hin und huldigt Bolt Thrower („Lest We Forget“). Mit dem Song „Godseed“ ist man bemüht, Abwechslung reinzubringen, doch so richtig zünden will hier nichts. Man wird das Gefühl nicht los, dass einfach nichts hängen bleibt und das Gefühl behält Recht. Die Vocals des Sängers Ron sind nicht schlecht, sowohl die hohen Screams als auch die tiefen Growls beherrscht er. Außergewöhnlich sind sie jedoch nicht und auch der Wiedererkennungswert ist fraglich. Selbstverständlich kann man von einem Debütalbum nicht sofort das Gelbe vom Ei erwarten, man muss auch kein Trendsetter sein und etwas Neues erfinden. Wie gesagt, schlecht ist das Album nicht, nur halt sehr „gewohnt“.

Die Hamburger sind eine Band mit Zukunft in der Death-Metal-Szene, der erste Stein ist zumindest schon einmal gelegt. Buried In Black haben eine ziemlich rohe, echte Atmosphäre im Album geschaffen, könnten aber noch ein wenig mehr Abwechslung in die nächste Scheibe bringen.

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