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Burial Vault: Unity In Pluralism

Burial Vault geben sich keine Blöße
Wertung: 8/10
Genre: (Melodic) Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 39:52
Release: 29.05.2015
Label: Apostasy Records

„Unity In Pluralism“, die Vielfalt als gemeinsames Merkmal – fast könnte das der neue Leitspruch für eine Kampagne zur Integration bzw. Inklusion werden, immerhin sind Burial Vault dafür bekannt, keine Splattertexte zu schreiben, sondern sozialkritische Themen in ein (melodisch) todesmetallisches Gewand zu kleiden.

Eine Instanz ist die Truppe schon seit der ersten Scheibe „Ekpyrosis (Periodic Destruction)“, die bei uns glatte sieben Punkte einheimste – Kollege Tom Seitz bewertete den Nachfolger „Incendium“ sogar noch einen Punkt besser. „Unity In Pluralism“ markiert nun also Album Nummer drei der Papenburger Truppe und wie gehabt findet sich hier nicht nur (Melo) Death, sondern auch Anteile von Black und Thrash Metal werden ganz gerne mal verarbeitet.

Dass die Mischung nicht einfach wild zusammengewürfelt, sondern mit Bedacht gewählt wurde, wird gleich beim Opener „Adopted Creed“ ziemlich deutlich – klassische Metalgitarren markieren das Intro, auch das Schlagzeug bildet noch keine wirkliche Neuheit, letztlich bekommt der Song seinen Wiedererkennungsstempel aber durch den einprägsamen Refrain.

In noch besserer Qualität präsentiert sich der zackige Death-Thrasher „LCD (Liquid Crystal Dementia)“, der stakkatohafte Strophen mit einer wunderbaren Refrain-Melodie vereint und so schon beim bloßen Hören einige Powerfäuste in die Luft steigen lässt. Geile Gitarren wechseln sich mit schwungvollem Schlagzeug ab, dazu hinterlässt Sänger Raimund eine nahezu optimale Duftmarke.

Zwischendurch finden sich mit Tracks wie „Hostility In Disguise“ einige zwar solide, aber nicht überragende beziehungsweise überraschende Songs – stärker kommt da schon wieder „Return To Point Zero“ daher, das sicherlich ganz oben auf die Liste der All-Time-Anspieltipps von Burial Vault gehört. Auch hier unverkennbar genial ausgetüftelt: die wahnsinnig guten Melodiebögen, kombiniert mit flirrenden Gitarren, einem knackigen Schlagzeug und dem dominanten Geschrei des Sängers. Einen interessanten Streifzug in die Welt der kurzen Songs macht dann „Bokanovsky’s Process“, der nicht nur mit knapp anderthalb Minuten ordentlicher Power daherkommt, sondern die Truppe auch noch als Sci-Fi- oder zumindest Huxley-Fans outet, handelt es sich hierbei doch um eine fiktive Art des Klonens, das in Aldous Huxleys „Brave New World“ vorgestellt wird.

Klängen alle Songs auf „Unity In Pluralism“ so oder so ähnlich, könnte die Platte locker neun Punkte einstecken, ein paar Längen hat die Scheibe aber auf ihren knapp 40 Minuten Dauer. Für acht Punkte wie beim Vorgänger reicht es aber allemal wieder, zumal Burial Vault auf gängige Trends scheißen und nicht versuchen, sich über die Kombination prominenter Metalstile bei einer möglichst breiten Masse an Publikum anzubiedern. „Unity In Pluralism“ klingt knackig, frisch und wütend und das ist genau das, worauf sich auch Fans der früheren Songs wieder freuen können.

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