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Burial Vault: Ekpyrosis (Periodic Destruction)

Richtig gutes Debüt
Wertung: 7/10
Genre: (Melodic) Death Metal
Spielzeit: 40:09
Release: 20.01.2012
Label: Apostasy Records

Nach sechs Jahren Bandgeschichte und zwei EPs wird es Zeit für eine Full-Length-Platte – das dachten sich wahrscheinlich auch Burial Vault, die pünktlich zum Jahreswechsel ihre erste Langrille „Ekpyrosis (Periodic Destruction)“ rausgehauen haben. Ein Name, der nicht unbedingt leicht über die Lippen kommt. Ebenso wenig ist die Musik der Truppe leicht verdaulich – zwar wird hier größtenteils auf Death Metal ohne extreme Experimente gesetzt, der ist aber zumindest ordentlich tief gestimmt. Allem voran sticht hier natürlich die Stimme von Sänger Raimund heraus, die irgendwo zwischen brutal grunzend und stimmbänderzerreißend kreischend angesiedelt werden kann. 

Was dem Sound von Burial Vault einen besonderen Stempel aufdrückt, sind die Instrumentalteile. Die beiden Gitarristen Tobias und Alexander verstehen es, die meisten ohnehin nicht schlechten Songs aus „Ekpyrosis“ noch mal ein ganzes Stück aufzuwerten, sei es mit schönen Zwischenpassagen wie bei „Icon Of Indignity“, das dem Stempel Melodic Death Metal noch am nächsten kommt, oder im rabiaten „Dominate God’s Creation“, wo die Gitarrenlicks auch gerne mal im Hintergrund vor sich hin surren und dem Track einen düsteren Unterton geben.

Überhaupt eröffnen sich erst beim dritten oder vierten Hören einige Details, die man so vorher gar nicht wahrgenommen hat, obwohl sie relativ offensichtlich sind. Das intelligente Songwriting zum Beispiel. Fast nirgends wird die Geduld des Hörers ausgereizt, dafür versuchen Burial Vault ihr Bestes, um kurzweilig Spannung zu erzeugen. Das kann man schon im Instrumentalintro „Periodic Destruction“ nicht von der Hand weisen: Zwar passiert in den anderthalb Minuten nicht unheimlich viel, die Gitarren kommen aber schön lässig aus dem Handgelenk und die kurzen Doublebass im Hintergrund würzen das Ganze noch zusätzlich. Nahtlos schließt sich „Heretic“ an, in dem die Intromelodie in etwas erhöhtem Tempo fortgeführt wird, was ziemlich cool klingt. 

Wie bereits erwähnt, hält „Icon Of Indignity“ dann einiges an Überraschungen und Headbangaction bereit: Gestartet wird mit einer ruhigen Gitarre, die sich allmählich in metallischere Gefilde schleicht und dann von Raimunds Geschrei ergänzt wird. Immer wieder verfällt die Gitarrenfraktion zwischendurch in gesittete Töne, aber in dem fast acht Minuten Spielzeit ändert sich die Stimmung fast minütlich. Das stört allerdings kein bisschen, sondern bietet ordentlich Abwechslung. Sehr feines Stück!

„Weapon Without A Choice“ gestaltet sich dann wesentlich rasanter, hier wird die Schredderkeule ausgepacht und Drummer Daniel spielt sich Finger und Füße am Schlagwerk wund. Hier ist der pure Death-Metal-Anteil am größten, auch wenn natürlich weiterhin mit Melodien gearbeitet wird, statt nur brachial draufloszugaloppieren.

Zum Finale spielt dann das achtminütige „Those Things Which Were Thought Can Never Be Unthought“ auf, das einem schon beim Schreiben auf den Sack geht – einen längeren Titel hätten sich die Jungs auch nicht ausdenken können. Hier gibt es natürlich schon aufgrund der Länge einige Gitarrenspielereien, die sich aber nicht ganz so fluffig ins Gesamtbild einfügen wie bei den vorherigen Songs und eher ungewollt dissonant wirken.

Ingesamt ist Burial Volt hier aber eine richtig gute erste Full-Length-Scheibe gelungen. Nicht nur die Gitarren können kräftig punkten, auch das Gesamtbild stimmt größtenteils. Hier kann man als Death-Metal-Fan wenig falsch machen.

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