Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Burden Of Grief: Follow The Flames

Licht und Schatten
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 76:59
Release: 02.07.2010
Label: Massacre Records

Burden Of Grief aus Kassel haben in diesem Jahr endlich ihren fünften Longplayer am Start. Die fünf Musiker standen schon mit ihrem letzten Werk „Death End Road“ alles andere als in einer Sackgasse, vielmehr waren sie seinerzeit auf einer vierspurigen Autobahn auf der Überholspur zu finden, denn das Material knallte nur so. Ob die Jungs es in diesem Jahr schaffen, mit ihrer neuen Scheibe „Follow The Flames“ auch wieder so zu punkten?

Die Limited Edition hat gar eine Bonus-CD mit an Bord, die vollgepackt ist mit Coversongs, genauer gesagt acht an der Zahl – später dazu mehr, doch zuerst zu dem Album: Was Freude bereitet, sind die melodischen Doppelgitarrenläufe, die wie im Intro „Ignition“ auch im weiteren Verlauf des Albums immer wieder aufblitzen und zu gefallen wissen. 

Schon der Titelsong „Follow The Flames“ legt tempo- und auch vehemenztechnisch schon zu Beginn des Albums mächtig vor. Schön variabel wird das Stück durch einen drückenden Midtempopart gegen Ende.

Mit „Born In Fire” haben wir dann den Salat: Der erste richtige Hochkaräter des Albums, der mit einem unverwechselbaren Mainriff aufzuwarten weiß. Ihr außerordentlich gutes Geschick für harmonische Gitarrenleads beweisen die Jungs danach in „The Arms Of Death“. Auf die Länge seiner Spielzeit zeigt sich „Disruption Of A Confused Mind“ dagegen ein wenig einsilbig, will heißen, das Ganze klingt ein wenig ereignisarm. 

Aber schon „Doomed To Fail” wischt die vage aufziehenden Sorgenfältchen im Nu hinweg, denn dieses Stück ist das beste auf diesem Album – wunderschön Göteborgisch melodisch und hart, ein musikalischer Leckerbissen vor dem Herrn. Besonders gern lauscht man auch dem Gitarrensolo von „No Way Out“. Deutliche Assoziationen an Iron Maiden weckt das kurze melodische Intro von „Mirror Of Truth“, das aber im weiteren Verlauf wie auch das folgende „Burning Red Eyes“ eher farblos wirkt und fast unbeachtet an einem vorbei rauscht.  

Etwas schwerfällig wirkt der vorletzte Song „Fallen“, doch danach bereitet „Rise Like A Phoenix” als leider schon letzter Song aber wieder soviel Hörspaß, dass man in höhere euphorische Sphären gehoben wird und unweigerlich nach Verklingen der letzten Klänge erneut die Play-Taste betätigt. 

Die Euphoriekurve kann beim Durchlauf der Bonus-CD, die zu der Limited Edition des Albums gehört, allerdings leider Gottes nicht mithalten, bei weitem nicht. Davon abgesehen, dass ich keine große Freundin von Coversongs bin, können weder die Interpretationen der Songs (besonders übel klingt die Version von Whitesnake's „Fool For Your Loving“), noch die Gastmusikereinsätze großartig beeindrucken. 

Es ist zwar einerseits in Ordnung, wenn eine Band ihren Faves und/oder Vorbilder huldigen möchte, doch hätten die Jungs besser daran getan, dies nicht im Rahmen ihres neuen Releases zu tun. Man hätte das Ganze vielleicht besser ein halbes Jahr nach dem Release des Albums veröffentlicht. Warum? Man muss das komplette vorliegende Material bewerten und da zieht diese Bonus-CD die Wertung des gesamten Werkes doch erheblich runter. 

Fazit: Sorry für insgesamt lediglich 6 Punkte, aber wäre die Bonus-CD der Limited Edition nicht, dann wären erheblich mehr Punkte rausgekommen. Das Album allein wäre mit einer 9 von 10 ausgestiegen, doch durch die dürftigen drei Punkte, welche die Bonus-CD bekommt, erhält das Gesamtwerk leider nur 6 von 10 möglichen Punkten, wenn auch mit Magenschmerzen, weil das reguläre Album wie gesagt fast die Höchstpunktzahl erreicht hätte. 

comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands