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Burden Of Grief: Death End Road

Mucke, die mitreißt
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death /Thrash Metal
Spielzeit: 52:41
Release: 30.03.2007
Label: Remedy Records

Und hier kommt das nächste große Ding... Und zwar in Form von Burden Of Grief. Was, die Band sagt euch nichts? Dann werde ich euch wohl mal auf die Sprünge helfen müssen: Die Jungs spielen seit Mitte der 90´er Jahre Death/Thrash Metal mit einem gehörigen Schuss an guten Melodien. Dabei ist „Death End Road“ das mittlerweile vierte Album der Band.

Wer die Scheibe in den Player legt, dessen Ohren kommen in den Genuss von Melodic Death / Thrash der guten, alten 90er, versetzt mit einem Spritzer Moderne. Verdammt abwechslungsreich sind die zwölf Songs geworden. Sehr gut gefällt mir auch, dass man Mikes Vocals durchweg sehr gut verstehen kann, obwohl ja standesgemäss gegrowlt wird.

Zu den Songs im Einzelnen: Sehr schön ist bereits das Intro „Death End Road“ … beim ersten Hören dachte ich schon darüber nach, was da wohl noch folgen würde …

Und dann folgt das sehr starke „Vita Reducta“ mit derart geilen Riffs, dass mir wohlige Schauer den Rücken runterlaufen. Weiterhin bleibt es in diesem Song recht hart, aber auch sehr melodisch mit einem schönen Solo. Ein erster Hammersong des Albums!

„Swallow The Sun“ folgt dann ... sorry, aber ich dachte zuerst an meine Lieblings –Doom-Deather aus Finnland. Doch weit gefehlt, wenn man sich bei diesem Song diese Assoziation durch den Kopf gehen lässt. Vielmehr geht es hier ein weiteres Mal wieder volle Kanne auf die Zwölf. Der Refrain wird sich unweigerlich in den Köpfen der Hörer einnisten. Gehört durch seine Melodieführung zu meinem Lieblingsstück dieses Albums!

Thrashmässig angehaucht stampft sich dann „The Game“ von den Boxen in Richtung Hörorgan. Hier kommt Mikes rauhe Stimme auch wieder sehr gut raus. Ohne Pause geht´s weiter mit „Running Scared“, welches als lupenreiner Thrasher startet und der durch die geile Melodieführung in seinem Refrain auch wieder bei mir zu punkten weiss.

Ein Riff- und nicht zuletzt Thrash Metal-Moshmonster vor dem Herrn ist „The Killer In Me“. Da gibt´s nicht viel dazu zu sagen, ausser: Hammer!!! „Drown In Sorrow“ führt den Ausflug in den puren Thrash Metal weiter und wartet mit genialem, melodischem Gitarrenspiel auf und punktet dadurch auch wieder.

„Schizophrenic“ beginnt stark, wird immer stärker und am Schluss weiss ich, dass dieser Song zu den ganz starken dieses Albums gehört. Dieser Song zeigt komprimiert all das, was Burden Of Grief ausmacht. Sinn für Härte, Sinn für Melodie … Mann, das ist einfach richtig gut und es macht so Spaß, sich das anzuhören.

„Passion Of The Night“ kann leider die Klasse seiner Vorgänger nicht halten. Ein eher schwächerer Song, der seinen Wiedererkennungswert nur an der Melodie im Refrain bezieht. Aber dies allein ist ein bisschen zu wenig. Versteht das nicht falsch: Das hier ist wahrlich kein schlechter Song, aber er kickt nicht so wie der grandiose Rest …

Das Riffing von „Road Of Visions“ lässt mich noch einmal an meine langjährige Lieblingsband Sentenced denken … Grosser, ganz grosser Song, der auch ein bisschen melancholische Vibes beherbergt … Die Vocals werden hier teils flüsternd vorgetragen. Dieser klasse Song lässt mich den vorigen, nicht ganz so grossartigen Song wieder vergessen mache. Danke dafür, Jungs!

Mit „Smashed To Pieces“ und „Immense Infinity“ gibt es dann noch zwei Bonussongs. Beide Songs stammen von der 2000 erschienenen „Haunting Requiems“, die sich die Jungs jetzt noch mal zur Brust genommen haben und den Songs einen neuen, zeitgemässen Anstrich verpasst haben. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Mike´s Stimme nun um ein vielfaches besser klingt als sie dies noch vor sieben Jahren tat. Es hat sich also durchaus gelonht, dass sie in diese beiden Songs noch einmal Zeit investiert haben.

Zu der Produktion der Scheibe bleibt zu sagen, dass diese zwar kristallklar ausgefallen ist, allerdings hätten die Songs, wenn es nach mir gegangen wäre, insgesamt ein Fünkchen fetter wirken können. Trotzdem bleibt unterm Strich ein sehr gutes Ergebnis.

Zu hoffen bleibt, dass „Death End Road“ für die Jungs kein Schleichweg und erst recht keine Sackgasse wird. Ich wünsche den Jungs mit dieser Scheibe endlich den wirklich wohlverdienten Durchbruch. Mein Fazit: Jawoll, das ist Mucke, die mitzureissen vermag! Wer Wert legt auf hochwertigen Melodic Death / Thrash, der nicht zwangsläufig aus Skandinavien kommen muss, der ist bei Burden Of Grief genau an der richtigen Adresse. Pflichtkauf!

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