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Built 4 Speed: Personal Jesus

Authenzität von der Sohle bis zum Scheitel
Wertung: 8/10
Genre: Rockabilly
Spielzeit: 13:35
Release: 18.05.2007
Label: Cargo Records

„Reach out and touch faith!“ So schallte es erstmals im Sommer 1989 aus den Tanztempeln dieser Welt: Niemand geringeres als Depeche Mode veröffentlichten zur damaligen Zeit mit “Personal Jesus“ einen ihrer größten Erfolgsongs überhaupt...

Zwar sind seither geschlagene 18 Jahre ins Land gezogen, aber an der Qualität und allgemeinen Beliebtheit des Evergreens ging sie bis heute spurlos vorüber... Entsprechend verwundert hat mich die Meldung, dass niemand Geringeres als das Rockabilly-Quartett Built 4 Speed eine komplette Neuinterpretationen des Martin Gore - Meilensteins zum Besten geben werden: Rockabilly und ein Klangkonstrukt aus der Synthie-Pop und Wave - Ära von Depeche Mode? Kann so etwas wirklich gut gehen?

Die Antwort: Ja, das kann es sehr wohl! Built 4 Speed haben im Grunde nichts anderes getan als die originalen Klangstrukturen 1:1 zu übernehmen und lediglich mit ihren eigenen Instrumenten zu untermalen. So erklingen nun statt verzerrten elektronischen Flächensounds markante Les Paul Gitarren- und Doppelbass-Rhythmen. Hinzu gesellt sich die swingende Rockröhre von Frontmann Johnny, die dem Song eine sehr beruhigende und bodenständige Note verleiht.

Die Coverversion des multikulturellen Quartetts aus Deutschland, Italien und Bulgarien findet bereits beim ersten Hördurchlauf auch bei den Fans des Originals Gefallen. Nach wie vor umgibt den Song eine spürbare (und vorwärtstreibende) Aura aus Auflehnung und langsam ausgehendem 80er Jahre Flair... Sehr fein gemacht, meine Herren!

Mit den nachfolgenden Bonustracks “Time“, “Psychotic Waltz“ und “Sun“ bleiben Built 4 Speed ihrem Credo aus feinster Rockabilly-Kultur und modernen Swing auch weiterhin treu. Die innere Grundharmonie der vier Musiker überträgt sich nahtlos auf ihr ausgeglichenes Instrumentenspiel (und somit auch auf die Zuhörer, die automatisch beginnen werden, im Takt mit zu wippen).

Fazit: Langeweile ist bei Built 4 Speed letztendlich ebenso ausgeschlossen wie ein billiger Plagiatsvorwurf: So zieht die im November 2005 gegründete Combo wirklich alle Stricke ihres Könnens und begeistern zugleich durch ihre lebendige Authenzität von der Sohle bis zum Scheitel.

Entsprechend darf man sich auf den kommenden September 2007 freuen, wenn mit “Minor Part 2“ das zweite Studioalbum von Built 4 Speed erscheinen wird. Natürlich wird auch hier wieder der vorliegende Song “Personal Jesus“ zu finden sein und eine große Ansammlung an Bonitäten (u.a. eine bis zum Bersten gefüllte Bonus-DVD) ist zusätzlich auch schon mit angekündigt worden. Let´s Rock n´ Swing!

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