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Bug GIRL: Rock N Roll Hell

Live wahrscheinlich besser als auf CD gebannt.
Wertung: 6.5/10
Genre: Rock’n’Roll, Hard Rock
Spielzeit: 42:31
Release: 22.08.2008
Label: Middle Class Pig Records

BugGirl, das ist ein Geschwisterpaar aus Australien. Amber (Gesang, Gitarre) und Clinno (Gesang, Schlagzeug) spielen dreckig, rotzigen Rock’n’Roll mit modernen Einflüssen. Mit „Rock’n’Roll Hell“ veröffentlicht das Duo nun, nach einer erfolgreichen Tour als Supportact in Europa, ihren zweiten Longplayer.

„Shootin’ Fire“ zelebriert klassischen Rock’n’Roll der alten Schule mit klarem 70-er Jahre Feeling, ebenso wie „Hot Tonite“. Beide Songs brechen im flotten Tempo voran, als angetrieben von Clinnos treibenden Drumming. Ambers Stimme tönt das ganze Album über verzerrt, teils sehr rau und leicht betrunken aus den Boxen, was dem Ganzen zwar eine dreckige, punkige Note verleiht, aber nicht jedermanns Sache ist.

Der Titeltrack „Rock’n’Roll Hell“ geht etwas langsamer zur Sache, in der Strophe ist der Text klar in den Vordergrund gestellt, dann übernimmt die Gitarre mit einem guten Riff die Führung. Ähnlich wie bei „Ian Astbury“ und „Death On Wheels“ schneiden die Gitarren Solos sehr großzügig ab, werden dabei aber nicht unbedingt langweilig, da Rhythmus und Tempo ständig variieren. „Death On Wheels“ beginnt sehr leise und gedämpft und auch die Vocals erklingen teilweise ohne instrumentale Begleitung. Ähnlich wie bei „War & Fire“ hat der Track im Refrain einige Ähnlichkeiten mit Manowar aufzuweisen. Bei „Ian Astbury“ kommen die Backingvocals auch stärker zur Geltung, wobei der gesamte Titel eine bluesige Note innehat, gemischt mit Hard Rock à la AC/DC.

„Resurrected“ ist ein sehr wechselhaftes Stück. Es beginnt mit gezupfter, ruhiger Gitarre, begleitet mit gedämpftem Gesang. Danach wird es zwar lauter, aber auch gedehnter und breiter, bevor es dann in alt bekannter Manier dem Hörer entgegen dröhnt. Diese Spiel wiederholt sich dann noch das ein ums andere Mal.

Fazit: „Rock’n’Roll Hell“ ist ein solides Album der Australier, das aber nicht immer ganz überzeugen kann. Einerseits ist der Gesang doch gewöhnungsbedürftig und teils etwas zu dreckig um authentisch zu sein. Leider verliert der Silberling zur Mitte hin zudem etwas an Qualität, da die einzelnen Songs sich in Struktur und Sound doch sehr ähneln, hier fehlt leider etwas die Kreativität. Der Sound ist klasse abgemischt und auch die Gitarrenarbeit und das Drumming sind präzise ausgefallen. BugGirl sind empfehlenswert für Fans von AC/DC, Rose Tattoo und Motörhead. Durch die große Spielfreude, die das Duo zu haben scheint, dürfte das Album auch auf Konzerten super umzusetzen sein. Live wahrscheinlich besser als auf CD gebannt.

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