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Buckcherry: 15/Black Butterfly

Musikalisch gut - und trotzdem für niemand so ganz zufriedenstellend
keine Wertung
Genre: Hardrock
Spielzeit: 1:47:35
Release: 20.11.2009
Label: Eleven Seven Music/EMI

2006 veröffentlichten Buckcherry, von Sänger Josh Todd und Gitarrist Keith Nelson frisch wiedervereinigt, ihr Album "15", das Platinstatus erreichte und sogar für einen Grammy nominiert wurde. 2008 legte das Quintett dann nach und präsentierte der Öffentlichkeit den Nachfolger "Black Butterfly". Was es mit der "neuen" Platte "15/Black Butterfly" in der "European Exclusive Version" auf sich hat, kann man sich relativ leicht zusammenreimen: Beide Alben werden noch einmal im Paket veröffentlicht. Die exklusive Neuerung: eine beigelegte, dritte CD mit fünf Live-, Akustik- und Demotracks.

Viel altes Material also und wenig Neues, das Buckcherry hier auf den Markt werfen und es stellt sich die Frage, wer die European Exclusive Edition überhaupt braucht. Fans? Die werden "15" und "Black Butterfly" eh ihr Eigen nennen und damit den vollen Kaufpreis für fünf Songs hinblättern, was schon an Abzocke grenzt. Wirklich Sinn macht die Veröffentlichung eigentlich nur für Buckcherry-Neulinge, die damit einen guten Einstieg ins Schaffen der Hardrocker aus New York finden.

Liebhaber energetischer Rockmusik der härteren Gangart, gerne auch mit mehr oder weniger offensichtlichem Rückbezug auf die frühen Großen des Genres, sollten der Band, falls noch nicht geschehen, nämlich auf jeden Fall einmal ihr Ohr leihen. "15" erreichte nicht umsonst Platinstatus, schließlich beweist die Band darauf, dass sie den Hardrock inklusive Attitüde quasi inhaliert hat: treibende, energetische Songs, Melodien, die im Ohr bleiben, eine charismatische Stimme am Mikro, Gitarrensoli und so weiter. "Next To You", die Übersingle "Crazy Bitch", "Out Of Line" oder auch die Ballade "Sorry" bieten zwar alle keine großen Innovationen, sind aber allesamt verdammt gut gemachte Tracks, die ins Ohr gehen und Spaß machen. Echte Ausfälle sind auf "15" ebenfalls nicht zu finden, womit die Messlatte für den Nachfolger "Black Butterfly" entsprechend hoch lag.

Den hohen Erwartungen begegneten Buckcherry zwei Jahre später mit einer Flucht nach vorne: "Black Butterfly" gebärdet sich härter, schneller und aggressiver als "15", dennoch nicht weniger eingängig. Mit "Too Drunk..." stand auch schon ein Singlenachfolger von "Crazy Bitch" in den Startlöchern, der in puncto Catchiness zwar nicht ganz an den Vorgängerohrwurm herankommt, aber dennoch begeistern kann. Seltsamerweise fehlt der Track auf der European Exclusive Edition. Ja genau: die erste Single des Albums fehlt einfach. Das heißt, eigentlich fehlt sie nicht so richtig, denn sie ist in der Tracklist wie gewohnt aufgeführt. Auf der CD findet man aber stattdessen ein Cover von Deep Purple's "Highway Star". Ob da bei der Herstellung was schiefgegangen ist oder man sich einen kleine Spaß erlauben wollte – keine Ahnung. Jedenfalls fehlt einer der besten Songs auf "Black Butterfly" einfach. Abgesehen davon kann die Platte überzeugen, auch, wenn sie etwas länger dafür braucht als "15".

Bleibt noch die Bonus-CD und die Frage, ob fünf Songs den Kauf der Exclusive Edition rechtfertigen. Klare Antwort: Nein. Nicht, dass die Liveversionen von "Tired Of You" und "Don't Go Away", die Akustikversion von "Sorry" oder die beiden Demosongs "Nothing" und "Stayin' High" schlecht wären; im Gegenteil. Aber wer "15" und "Black Butterfly" schon besitzt, kann trotzdem getrost darauf verzichten, denn allzu viel verpasst er hier auch nicht – vor allem wenn er die "Live And Loud" CD der Band auch bereits im Schrank hat.

Somit ist der Erwerb dieses 3-CD-Pakets wirklich nur Buckcherry-Neulingen zu empfehlen – und die müssen auch noch auf "Too Drunk..." verzichten. Völlig zufriedenstellend ist die Sache letztendlich also für niemanden und damit eigentlich nicht im klassischen Sinne gut oder schlecht, sondern viel eher überflüssig.

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