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Brutality Will Prevail: In Dark Places

Der Fuß muss auf's Gas!
Wertung: 8/10
Genre: Hardcore, Sludge
Spielzeit: 35:22
Release: 24.03.2017
Label: Holy Roar Records

Die Waliser Brutality Will Prevail sind mittlerweile seit gut zwölf Jahren im Hardcore-Geschäft, trotzdem gelten sie als eine der Bands, die im direkten Vergleich mit den Szenegrößen zumindest hier in Deutschland noch eine recht überschaubare Fangemeinde aufweisen kann. Dabei hat die Truppe gerade mit Sänger Louis Gaulthier einen mörderisch guten Shouter an vorderster Front stehen, und mit dem neuen Album „In Dark Places“ geht es auch wieder etwas mehr back to the roots – wobei der Titel nicht besser hätte gewählt werden können, kommt die Platte doch wahnsinnig düster und sludgy daher.

Vorab wurden die Fans mit dem mysteriösen Video zu “Forever Restless” schon mal heißgemacht, das vor allem mit seinem schaurig-guten Leadriff überzeugen konnte. Doomige Anteile vermengen sich hier mit Sludge und tiefgestimmtem Hardcore, die unheilvolle Atmosphäre zieht sich ohnehin durch das ganze Album – der Einsatz der Shouts bricht den Track dann auf wie eine Eierschale, die Aggressionen, die vorher noch zurückgehalten wurden, laufen ungehindert aus. Ein Wahnsinnssong, der natürlich die Messlatte für die restliche Tracklist enorm hochgelegt hat.

Der Opener „Serpent“ wälzt sich da erst noch sehr gemächlich durch die Hirnwindungen, nimmt eher zögerlich Fahrt auf, in den schnelleren Passagen kommt dann aber der Hardcore der alten Schule durch und verspricht einiges an Durchschlagskraft. Insgesamt nehmen die Waliser aber den Fuß gerne mal vom Gaspedal: „Penitence“ entwickelt beispielsweise einen höllischen Groove, nur zögerlich kommt der Song in Schwung, überzeugt dann aber mit seinem derben Hardcore-Gebelle. Im krassen Gegensatz dazu steht das instrumentale, fast romantisch perlende „Nybbas“, das nahezu nahtlos in „Forever Restless“ übergeht – besser hätte ein Kontrast nicht gesetzt werden können.

„Death Sings Me To Sleep“ klingt titelmäßig nach düster-sehnsuchtsvollem Goth-Rock, ist in Wirklichkeit aber der Track der Platte, der noch am ehesten klassischem Hardcore entspricht. Auch hier punktet Sänger Louis ziemlich mit seinen tiefen Brüllern, auch die tiefgestimmten, magenwandeinreißenden Gitarren fallen positiv zu Buche, insgesamt kommt der Song aber ein kleines bisschen dröge daher und kann nur kurzzeitig mitreißen. Zum Finale kommt „Elegy“ dann ein kleines bisschen gewöhnungsbedürftig daher: Das kräftige Organ des Sängers wird fast schon ausgebremst durch hintergründigen Klargesang, der bei genauerem Hinhören dann aber doch ganz gut dazu passt, außerdem gibt es hier das sicherlich beste und euphorischste Gitarrenintermezzo der ganzen Platte zu hören, sodass der Song auch keine Sekunde langweilig wird.

Zwischendurch hätte den Songs teilweise ein bisschen mehr Tempo ganz gut getan, gerade Tracks wie das eigentlich recht vielversprechende „Death Sings Me To Sleep“ werden so leider ausgebremst. Trotzdem muss man „In Dark Places“ wegen seiner gruseligen Stimmung und den knalligen Gesangs- und Instrumentalpassagen sowie der Tatsache, dass man auch nach dem zehnten Hören noch neue Details entdecken kann, ganz klar im oberen Drittel ansiedeln.

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