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Bruce Dickinson: Tyranny of Souls

Die Songs haben Energie, klingen einfach cool und knallen an allen Ecken und Enden
Wertung: 9/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 43:34
Release: 23.05.2005
Label: Sanctuary Records

Bruce Dickinson hat nach sieben Jahren endlich die Zeit gefunden, um den Nachfolger zu „Chemical Wedding“ einzuspielen. Nach der Reunion von Iron Maiden im Jahr 1999 hatte sich Dickinson wieder ganz seiner „großen Band“ gewidmet. Nach zwei neuen Studioalben und einer Live-CD/DVD mit Iron Maiden beglückt uns der Engländer nun mit „Tyranny Of Souls“, seinem bislang sechstem Studioalbum als Solo-Künstler. Und das Gespann Dickinson/Roy Z hat seine Magie immer noch nicht verloren und „Tyranny Of Souls“ knüpft mit derselben Klasse da an, wo „Chemical Wedding“ vor vielen Jahren aufhörte.

Denn „Tyranny Of Souls“ ist ein hochwertiges Stück Metal, wie man es von Bruce Dickinson und Roy Z gewohnt ist. Dickinson singt wieder einmal wie ein kleiner Gott und Roy Z liefert uns ein grandioses Riff nach dem anderen und bestückt das ganze mit tollen Soli-Einlagen. Er hat natürlich auch wieder die Produktion übernommen und das Ergebnis kann sich natürlich wieder sehen lassen. Er ist neben der Tatsache, dass er ein blendender Gitarrist ist, auch ein ausgezeichneter Produzent.

Auch die Songs haben es in sich. Zweistimmige und teils auch modernere Riffs schaffen Songs, die von schnellen, Midtempo und selbstverständlich auch mal ruhigen Passagen profitieren und keine Langeweile aufkommen lassen. Generell klingt „Tyranny Of Souls“ nicht so düster wie der Vorgänger, aber auch hier wird einem ein Ohrwurm nach dem anderen serviert. Die Refrains bleiben sofort im Gedächtnis hängen, aber das ist bei Bruce Dickinson bekanntlich keine Seltenheit.

Nach dem Intro wird dem Hörer „Abduction“ um die Ohren geknallt, ein flotter von zweistimmigen Gitarrenmelodien eingeleiteter Kracher. Die Tempiwechsel sind hier überraschend und gut platziert, an einer Stelle wird sogar kurz ziemlich gebolzt. Ein eingängiger Refrain mit melodiösen Gitarrenriffs zeichnet diesen Track aus. Und da ist er zum Glück nicht der einzige. Hier reiht sich ein Knüller an den nächsten. Der mit Double-Bass untermalte Song „Soul Intruders“, in dem das Anfangsriff etwas an „Wrath Of God“ von Halford erinnert, hat auch einen sehr guten Refrain; Dickinson hält am Ende des Songs ca.15 Sekunden lang denselben Ton, was einfach nur cool klingt mit den Drums und Roy Z´s Riffing. „Kill Devil Hill“ hat gegen Ende des Songs eine total entspannte Stimmung mit Konzertgitarren und Klavier und gleitet in den nächsten Song „Navigate The Seas Of The Sun“, die erste Ballade auf dem Album. Ein schöner Song mit Akustik- und E-Gitarren, Dickinson steigert sich vom Gesang immer mehr und macht aus dem Song eine schöne entspannte Ballade. Mit „Devil On A Hog“ kommt dann ein ziemlich rockender Song, der an die ersten Outputs von Bruce Dickinson erinnert. Ein echt gelungener Song und trotz der im Vergleich zu den anderen Songs etwas veränderten Stil-Art auf dem Album absolut nicht fehl am Platz. Ein mehrstimmiger Refrain und ein rockiges Solo machen den Song perfekt. Das nachfolgende „Believil“ ist ebenfalls ein Track, der nicht zum restlichen Stil des Album passt: Hier ist die Stimmung deutlich düsterer. Er hätte auch auf der „Chemical Wedding“ stehen können und ein übrig gebliebener Song sein, der es halt nun auf das Album geschafft hat. Doch bis auf einen ziemlich donnernden Bridge-Part kann der Song nicht so überzeugen wie der Rest und stellt für mich auf diesem Album den schwächsten Song dar. Doch „Tyranny Of Souls“ macht diesen kleinen Schönheitsfehler wieder weg, denn hier sind ein klasse Refrain und super Riffs wieder oberstes Gebot. Der etwas moderner klingende Bridge-Part knallt wunderbar und wird von Dickinson perfekt ergänzt.

Das lange Warten auf ein Lebenszeichen von Bruce Dickinson´s in Form von dieser Solo-Scheibe hat sich gelohnt.

Die Songs haben Energie, klingen einfach cool und knallen an allen Ecken und Enden. Gelungene Songs mit abwechslungsreichen Riffs geben sich ein Duell mit Dickinsons unverkennbarer Stimme. Roy Z hat einen perfekten Job an den Reglern und an den Saiten bewiesen und Dickinsons Stimme ist einfach nur perfekt. Zwar kann dieses Album nicht ganz seinem Vorgänger „Chemical Wedding“ das Wasser reichen, aber es ist sehr, sehr nah dran. Für mich eines der Höhepunkte von 2005 und absoluter Pflichtkauf, wenn man Maiden in härterer Art mag oder generell ein Dickinson-Fan ist.nd wer es noch nicht ist, kann es durch „Tyranny Of Souls“ bestimmt werden.

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