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Bruce Dickinson: Accident Of Birth

Diese Scheibe ist einfach nur empfehlenswert
Wertung: 9/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 53:44
Release: 03.06.1997
Label: Sanctuary Records

Nach seinen eher experimentierfreudigeren Rock-lastigen Alben „Balls To Picasso“ und „Skunkworks“ widmet sich der kleine Engländer wieder dem Heavy Metal. Dass es mit der Tatsache zu tun hat, dass neben Roy Z auch sein alter Iron Maiden-Gefährte Adrian Smith beim Songwriting mitgewirkt hat, ist wahrscheinlich. Mit „Accident Of Birth“ schmetterte Bruce Dickinson ein sehr abwechslungreiches Heavy Metal-Album auf den Markt, mit dem so wirklich keiner mehr gerechnet hat.

Denn neben der perfekten Produktion (natürlich Roy Z) hört man einen Bruce in stimmlicher Höchstform und zwei geniale Gitarristen, die zusammen einen klasse Song nach dem anderen fabrizieren. Neben Maiden-lastigen Songs gibt es groovige, sowie ruhige Nummern, sehr gute eingängige Refrains und klasse zweistimmige Gitarrenmelodien zu hören. Das Album wird einfach nicht langweilig und war ein perfekter Wegbereiter für sein bislang stärkstes Album „The Chemical Wedding“. Dass hier neben härteren Tönen auch nicht vor einem Klavier-dominierten Song halt gemacht wird, macht die ganze Sache noch abwechslungsreicher.

Gleich mit dem Opener „Freak“ geht es sehr heavy zur Sache: Eingängiger Refrain und treibendes Riff dominieren den Song und leiten das Album perfekt ein. „Starchildren“ hat anfangs ein leicht doomiges Riff, das gegen Ende noch einmal aufgegriffen wird, ein cooler Refrain macht auch aus diesem Song einen Knaller. Dann ertönt mit „Taking The Queen“ die erste Ballade, die ebenfalls überzeugen kann und den nächsten Hammersong „Darkside Of Aquarius“ einleitet. In der Mitte ein zweistimmiges Riff, das in einen mehrstimmigen „Ohohoho“-Part in alter Maiden-Tradition übergeht und mit dementsprechendem Solo endet. Dieser Song ist einfach nur cool, zumal die Melodie der Bridge ein wenig an „Let Me Put My Love Into You“ von AC/DC erinnert. Der Maiden-Einfluss ist bei dem folgenden „Road To Hell“ auch noch deutlich spürbar. Ein sehr eingängiger Song, der auch vollends überzeugen kann. Mit „Man Of Sorrows“ kommt schließlich eine ganz besondere Ballade. Hier beweist Bruce wieder einmal, warum er zu einen der besten Sänger überhaupt gehört. Von einem Klavier dominiert und mit Keyboard passend untermalt, klingt dieser Song mit seinem wunderschönen Refrain wie ein alter Rock-Klassiker; die einsetzenden Gitarrensoli passen perfekt zum Song. Der Titeltrack ist auch genial und „The Magician“ hat einfach einen klasse Refrain, doch der Song selbst weißt erste Schwächen auf. Und diese Schwächen durchziehen ebenso den nächsten Song „Welcome To The Pit“ beinahe ganz. Hier kann durchaus die Gesangmelodie im Refrain gefallen, doch der Rest geht ziemlich an einem vorbei, ohne etwas zu hinterlassen. Doch die folgenden letzten Songs „Omega“ und „Arc Of Space“ klingen da wieder ganz anders. „Omega“ klingt anfangs eher ruhig und besticht durch tollen Gesang, doch gegen Ende bekommt man schnelle und sauber gespielte Soli zu hören. Adrian Smith und Roy Z spielen einfach toll zusammen, das hört man bei jeder einzelnen Note. Der abschließende Track „Arc Of Space“ ist eine Ballade ganz im Stil von „Man Of Sorrows“, mit genialen Gesangsmelodien die beinahe nachdenklich klingen und durchweg begeistern. Dazu ist der Song vollständig mit Akustik-Gitarre gespielt und wird durch gelegentliche Keyboarduntermalungen und Streicher veredelt. Definitiv ein Song, der unter die Haut geht und ein sehr gutes Album beendet.

Wer hätte gedacht, dass sich Bruce Dickinson nach den letzten Alben musikalisch wieder derartig zu erkennen gibt. Eingängiger Heavy Metal, der nie langweilig wird und einem durchgehend begeistern kann. Durch die öfters eingestreuten ruhigen Songs mit Klavier/Keyboard, Akustik- oder Streicher-Elementen kommt auch die Abwechslung nicht zu kurz. Die Melodien der Songs und des Gesang sind gewohnt klasse und Bruce „The Siren“ Dickinson singt wie immer sehr genial, ruhige ebenso perfekt wie schnelle Songs. Wenn damals jemand gesagt hätte, dass Bruce nur ein Jahr später mit „The Chemical Wedding“ ein noch besseres Album vorlegen würde, dann hätte man mit dem Finger auf diesen Jemand gezeigt und ihn ausgelacht. Diese Scheibe ist einfach nur empfehlenswert.

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