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Brothers In Arms: Invictus

Bis auf ein paar Ausnahmen eher Mittelmaß
Wertung: 6,5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 36:13
Release: 07.12.2012
Label: SwellCreek Records/Soulfood Music

Brothers In Arms aus Hamburg dürften generell noch keinen wahnsinnigen Bekanntheitsgrad erlangt haben, allerdings lässt der Bandname schon auf eine gewisse Ausrichtung schließen – in kaum einem anderen Genre wird schließlich der Zusammenhalt und die Brüderlichkeit so groß geschrieben wie im Hardcore. Jetzt widmen sich die Fünf aber nicht dem allzu stumpfen Old-School-Hardcore, sondern binden durchaus auch ein paar moderne Elemente in ihren Sound mit ein, was man beim ersten Durchlaufen vor allem bei Sänger Andrew gut feststellen kann – abgesehen von dem üblichen Gebell hat der Mann auch noch einige raffinierte Vokalspielereien in petto; ein schönes Beispiel dafür findet sich unter anderem bei „My Addiction“, in dem in manchen Augenblicken auch eine gute Portion Death Metal mitschwingt.

Dass die Jungs schon mit Szenegrößen wie Stick To Your Guns auf der Bühne standen, kann man sich noch vorstellen, als Produzenten ausgerechnet Eike Freese auszuwählen, der eher für Bands wie Gamma Rayund Callejón zuständig ist, mutet da schon eine Spur exotischer an. Wenn man aber weiß, dass zu Beginn der Bandhistorie Gammas Dirk Schlächter am Brothers-In-Arms-Bass aushalf, bis man mit Michael Sober dann einen festen Bassisten gefunden hatte, schließt sich der Kreis wieder.

Genug Business-Geplauder, kümmern wir uns um die Musik der Hamburger Truppe – schwierig wird es hier ein wenig mit der Punktebewertung, denn technisch sind Brothers In Arms nicht schlecht. Gut gemachte Songarrangements, wie bereits erwähnt auch schon mal mit etwas untypischen Death-Melodien und auch bei den Vocals kann man bis auf die mit der Zeit doch aufkeimende leichte Monotonie nicht meckern. Aber genau darin liegt das Problem: Man kann eigentlich nicht meckern, aber so richtig aus den Socken hauen einen die zwölf Songs auf „Invictus“ auch nicht. Da reihen sich recht durchschnittliche Mitwipp-Songs wie die Bandhymne „B.I.A.“ an Stücke wie „Armageddon“, das ziemlich belanglos an einem vorbeiplätschert.

Gleich im Anschluss findet sich mit „In Memories“ aber einer der besten Songs des Album und gleichzeitig einer der Songs der aktuellen deutschen Hardcoreszene mit dem meisten Wiedererkennungswert, was vor allem an den grandiosen Leadgitarren liegt. Unheilvoll wummern die Saiten, dazu das Geschrei des Fronters – mehr solche Songs, bitte!

Auch das nur knapp zweiminütige „Pissed Off“ überzeugt vor allem dadurch, dass es seinem Namen so ziemlich alle Ehre macht und ordentlich Power durch die Boxen presst, trotz seines schleppenden Tempos. Stellenweise wird auf „Invictus“ eben doch gezeigt, dass Brothers In Arms durchaus in der Lage sind, zwar old schoolige, aber dennoch frische und überzeugende Songs zu fabrizieren. Noch mal richtig Schwung in die Bude bringt dann gegen Ende das bereits eingangs erwähnte „My Addiction“, das einen guten Indikator für die Mischung der Band darstellt. Hier werden die typischen galoppierenden Hardcore-Riffs mit einer dezent eingestreuten Prise ebenso klassischem Death Metal vermischt, was natürlich ein recht rohes, aber auch ansprechendes Bild gibt.

Fazit: Alles in allem kommen Brothers In Arms mit ihrer aktuellen Scheibe hier auf recht knappe 6,5 Punkte – knapp deswegen, weil eigentlich nichts Neues und wahnsinnig Überraschendes geboten wird, aber dennoch eine Handvoll Songs positiv aus der Scheibe hervorstechen. Live sind die Jungs sicherlich ein Erlebnis, wer generell auf Old School Hardcore steht, wird aber auch mit der Scheibe seine Freude haben.

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