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Brother Firetribe: False Metal

Betörend-impulsiver Feuerteufel
Wertung: 9/10
Genre: Melodic-, Hard-, Glamrock
Spielzeit: 45:3
Release: 27.04.2004
Label: Spinefarm Records

„Oh, mann! Was für eine Granate ist das denn?“ Mehr blieb mir dazu erst einmal nicht zu sagen, als sich die 45 Minuten des Brother Firetribe Debüts ihrem verdienten Ende zuneigten...

Gebe ich hier doch gerne zu, dass ich mit Bands hadere, denen nichts besseres einfällt als vergangene Glamrock - Tage wieder mit Leben einzuhauchen (zumal dieser Schuß dann doch meistens eh direkt nach hinten losgeht)... Aber nicht im Falle der vier Finnen von Brother Firetribe, die mit ihrem ironisch betitelten Album “False Metal“ eine wahre Bombe des Endachziger Glam,- Hard- und AOR-Rocks abgefeuert haben!

Ganz verwundert die qualitativ hohe Messlatte sicherlich nicht: Ist doch der von Nightwish bekannte Gitarrist Emppu Vuorinen einer der aktiven Gründungsmitglieder von Brother Firetribe. Sozusagen in den „kreativen Pausen“ seiner Hauptband Nightwish werkelt Emppu zusammen mit seinen Freunden und Kollegen Pekka (Gesang), Jason (Bass & Hintergrundgesang) und Tomppa (Keyboards) an eigenen Songideen, die musikalisch so aber auch mal rein gar nichts mit Nightwish und Artgenossen gemeinsam haben.

Ich habe zwar keine Ahnung, wie die sympathischen Finnen dieses Kunststück vollbracht haben, solch eine hochkarätige und schmackhafte Ehrerbietung an die 80er Jahre auf die Beine zu stellen. Aber mit “False Metal“ haben sie definitiv allen misstönigen Kritikern im Vorfeld den Wind aus den Segeln genommen... Denn “False Metal“ klingt, als befänden wir uns noch mitten in der Zeit, als solche Top-Acts wie Survivor (“Burning Heart“), Van Halen (“Jump“) oder Robert Tepper (“No Easy Way Out“) die Spitzen der weltweiten Charts stürmten: Eben völlig unverbraucht, knusprig frisch und von einer obsessiven Spiellaune vorangetrieben... Und genau dies sind Brother Firetribe in wirklich allen Belangen!

“False Metal“ ist ein „easy going“ an fetten Keyboardharmonien höchster Güteklasse, märchenhaften Gitarrenrhythmen und träumerischen Gesangsdarbietungen. Schon bereits der Opener und Single-Kandidat “Break out“ schafft es mit den ersten Klängen, seine Hörer für sich zu gewinnen und an den heimischen CD-Player zu fesseln. Was Brother Firetribe hier aufbieten, sind nahezu wirklich durchgehend Killernummern, die einerseits so vertraut - und doch so ungestüm und neu klingen.

Entsprechend amerikanisch klingt “False Metal“ und macht daraus auch keinen Hehl: Denn wenn atemberaubende Mitklatschhymnen wie “Valerie“, “I´m on Fire“ und insbesondere das zum Niederknien schöne “Midnite Queen“ ertönen, regiert sowieso nur noch die aufgehitze Partylaune und die Lust, aus voller Inbrunst in diese bombastischen Rockkracher mit einzustimmen. Einfach nur großartig!

Eine kleine Ecke ruhiger geht es aber auch gleich zweimal auf “False Metal“ zu. Nämlich dann, wenn die filigranen Rockballaden “Love goes down“ und "Spanish Eyes“ ihren Einsatz haben: Geschickt zwischen modernem Rocksound und leicht süffisanten Melodiebögen der Kategorie „Kitschrock“ pendelnd, fesseln auch diese Titel durch ihre markante Leichtigkeit und einen symphonischen Charakter.

Fazit: Das Einzige, was man an “False Metal“ vielleicht kritisieren könnte, ist die Tatsache, dass sich gerade die Uptempo Nummern auf musikalisch-melodischer Ebene oftmals ein bisschen ähneln. Ansonsten verlässt sich der Output auf seine respektablen Wurzeln und die dazugehörige glasklare Weltanschauung des opulent-aufmüpfigen Hard- und Glamrocks.

Zweifelsohne kommt es fast schon einem Verbrechen gleich, wenn man dem energiegeladenen Quartett keine Chance auf eine berechtigte Hörprobe einräumt. Von daher mein Rat: Zieht Euch auf der Bandpage von Brother Firetribe die dargebotenen Hörproben rein und stürmt anschließend sofort zum Plattendealer eueres Vertrauens, um Euch diesen betörend-impulsiven Feuerteufel der modernen Rockgeschichte zu sichern.

Marsch! Marsch! (oder so ähnlich... denn bereuen werdet Ihr es sicherlich nicht!)

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