Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Broken Fate: The Bridge Between

Alte Stilmittel in modernem Gewand
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 73:16
Release: 06.11.2015
Label: Massacre Records

Puuuh! Nicht schlecht was die Jungs von Broken Fate da schon alles erreicht haben! Da wäre zum einen das vergleichsweise noch recht niedrige Durchschnittsalter der Truppe, mit welchem sie dieses Album vorlegen. Zum anderen, dass sie mit ihrem ersten Album schon ein so großes Label hinter sich haben. Und zu guter Letzt, dass sie es gekonnt schaffen, altem Thrash Metal ein modernes Gewand zu verleihen und dabei einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Hut ab!

Mit „The Bridge Between“ legen die vier Mannen nicht ihre erste CD vor, allerdings ihr erstes Album. Die erste Veröffentlichung, „Rising To The Dream“ von 2012 war lediglich eine kleine EP. Sie hat den Weg, den die Band bestreiten will jedoch bereits recht deutlich vorgegeben, welchen sie nun auf dem Album weiterverfolgen. Doch wie klingt das Album nun?

„The Bridge Between“ startet mit dem passenden Intro „The Beginning“, welcher gekonnt zum Opener „Your Night“ überleitet. Dieser zeigt sofort auf, wo die Reise mit dem Album hingehen soll: Kreischende Gitarren, thrashige Riffs und druckvolle Drums treffen auf eine abwechslungsreiche Stimme – mal clean, mal dreckig, mal giftig keifend, gepaart mit gekonnt gespielten, mitreißenden Soli. Fans von Metallica mögen hier und da grinsen, da es stilistisch recht viel derartige Anleihen gibt und meist auch sehr rockig zur Sache geht. Jedoch wird nicht dumpf kopiert und versucht seine Vorbilder nachzuahmen, sondern dies in die eigene Musik einfließen zu lassen. Und das merkt man! Es steckt sehr viel Herzblut im Songwriting.

Neben groovigen Nummern wie „Rising To The Dream“, „Take You Away“ oder „Layla“, wissen vor allem die ruhigen Songs „Thorns Of A Rose“ und „The Moment With You“ durch ihre grandiose Atmosphäre sowie ihren mitreißenden Charakter zu überzeugen. Auch zwei rein instrumentale Stücke sind auf dem Album vertreten, was heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich ist, dem Album aber gut bekommt und sich sehr schön in die restlichen Songs einfügt. Mit einer Spielzeit von mehr als einer Stunde sticht „The Bridge Between“ im Zeitalter der 40-Minuten-Alben aus der Masse hervor. 


Schade ist, dass Broken Fate es trotzdem nicht über die komplette Albumlänge schaffen zu überzeugen. Dafür klingen die meisten Songs leider etwas zu ähnlich, was an sich ja nichts Schlimmes ist, da sie einem bestimmten Stil treu bleiben, jedoch auf die Länge des Albums dadurch den Hörer etwas langweilen, welcher auf weitere Überraschungen wartet. Hier ist also noch etwas Platz für mehr.

Am Ende präsentieren Broken Fate mit „The Bridge Between“ trotz allem ein solides Debütalbum, welches seinen ganz eigenen Platz zwischen all den anderen Bands und Alben belegt und durchaus aus der Menge hervorsticht, allerdings dennoch noch Raum für mehr lässt. Man darf also auf das nächste Album hoffen. Fans modernen Thrash Metals können hier getrostet zugreifen

comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands