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Broadcaster: A Million Hours

Ziemlich belangloses Gewäsch
Wertung: 3/10
Genre: (Teenie) Punk Rock
Spielzeit: 27:56
Release: 25.10.2013
Label: Ass-Card Records

Große Bands aus dem Big Apple gibt es ja einige. Sogar (Pseudo-)Stilrichtungen sind nach der Stadt benannt worden. Man denke an New York Hardcore oder ähnliche Wortgebilde.

Broadcaster machen sich die Mühe eines eigenen Genres nicht. Ziemlich ungeniert springen sie auf den längst eingerosteten Zug des Teenie-Punk-Rocks der 2000er Jahre auf. Zehn Songs lang kann man sich von völlig harmlosem Geplänkel einlullen lassen. Wobei man hier mit zehn Liedern gerade mal eine halbe Stunde füllen kann. Rein rechnerisch hat man sich also sehr strikt an die Drei-Minuten-Regel gehalten und lieber untertrieben als übertrieben. Vielleicht traut man den Hörern nicht zu, dass sie auch einem Lied mit über drei Minuten Spielzeit folgen können. Das würde jedenfalls nicht für die Fans der Combo sprechen.

Die Zeichen, dass hier nur jemand möglichst schnell Geld machen will, sind fast unübersehbar. Die Band hat vorab nur eine EP veröffentlicht, die weitgehend keine nennenswerte Beachtung fand (zumindest in Europa) und dennoch ist das erste Album annähernd perfekt produziert und arrangiert. Nachtigall, ick hör dir trapsen!

Broadcaster fahren mit „A Million Hours“ ganz gewaltig auf der Mainstream-Pop-Schiene und versuchen diese Reise durch ein paar Powerchords zu verschleiern. Das funktioniert allerdings gar nicht. Die Lieder sind maximal mittelmäßig interessant und auf lange Sicht gesehen kann kein einziger Titel auf der Scheibe für mehr als Fahrstuhlmusik verwendet werden. Wer sich unbedingt ein eigenes Bild machen möchte, der ist mit „Jamie“ recht gut bedient. Hier gibt es zumindest ein relativ griffiges Riff und einen halbwegs mitreißenden Chorus. Dafür kann einem das eingeworfene Synthie- oder Gitarrengequietsche den letzten Nerv rauben. Was geht in einem Produzenten vor, der so etwas durchwinkt?

Die Scheibe macht insgesamt gar keinen guten Eindruck. Das komplette Paket ist auf Absatz getrimmt und es gibt nicht einen einzigen Ausreißer der Band, der auf einen Anflug von künstlerischem Anspruch hindeutet. Der Verdacht, dass der Silberling, auf dem sich die Musik befindet, ziemlich sinnlos verheizt wurde erhärtet sich immer mehr und wer es schafft, sich das Machwerk mehr als zehn Mal anzuhören, ist entweder resistent oder taub. Vorzugsweise beides. Diese Scheibe geht absolut gar nicht. Wiedererkennungswert: Null. Künstlerischer Anspruch: Null. Innovation: Null. Handwerklich kann man allerdings ein gewisses Können attestieren. Die Musiker sind fit und beherrschen ihre Instrumente (insofern da nicht auch noch massiv am Computer nachgeholfen wurde).

Zu empfehlen ist das Album als Geschenk für Leute, die man absolut nicht mag.

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