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Broach: My Darkest Hour

Ami-Rock reloaded
Wertung: 6.5/10
Genre: Rock / Hard Rock
Spielzeit: 40:56
Release: 01.04.2011
Label: Rockport / Rough Trade

Die aus Bayern stammenden Broach haben mit „My Darkest Hour“ ihr Debütalbum veröffentlicht. Für eine Erstveröffentlichung wird das Werk ungewöhnlich heftig beworben. Der Grund dahinter dürfte die Radiotauglichkeit der Musik der Bayern sein. 

Außerdem wurde auch in die Produktion der Scheibe mit Sicherheit relativ viel Geld investiert, was erstens schon wieder ungewöhnlich ist und zweitens auf eine sehr kommerziell orientierte Ausrichtung der Band hindeutet. 

Dem geschätzten Aufwand der Herstellung entsprechend klingt der Rundling sehr professionell. Der Sänger schnurrt sich fast schon durch die Songs, die Gitarren haben einen typischen Ami-Rock-Sound verpasst bekommen und Selbiges gilt für die Drums. Alle Musikspuren sind sehr fein und sauber arrangiert, klingen klar und der Gesamtsound kommt fett aus den Boxen. Das gilt sogar für die Akustiknummer „Always“, die das Album abschließt. Die Akustikgitarren klingen voll und voluminös.

Frontmann und Songwriter Andreas Kofler präsentiert auf dem Album eine recht breite Stimmvielfalt. Von seiner klassischen Rockstimme weicht er immer wieder ab. Manchmal geht die Reise in härtere Gefilde, wo der Sänger auch ganz schön röhren kann und manchmal klingt er auch softer, was fast schon etwas schnulzig wird. 

Die Songs orientieren sich schwer an den Rockproduktionen aus Amerika, die es immer wieder in die Charts schaffen. Egal ob die Band NickelbackCreed oder sonst wer aus dem Genre herangezogen wird, überall lassen sich direkte Parallelen ziehen. Der Originalitätsfaktor tendiert also gen Null. Manchmal drängt sich das Gefühl auf, man kann Songs der unterschiedlichen Bands untereinander austauschen, ohne dass das jemand bemerkt, so sehr ähneln sich die Gruppen untereinander. Broach stechen aber immerhin noch ein wenig hervor, weil die Songs nicht ganz dem üblichen 08/15-Schema verfallen, auch wenn sie schon sehr nah dran sind. 

Ein paar Highlights hält die Scheibe schon bereit. Der Opener „Awake“ und das darauffolgende „Falling“ rocken schon kräftig und die Abschlussnummer „Always“  bietet mit ihrer akustischen Instrumentalisierung einen schönen Kontrast zu den einleitenden Hard-Rock-Nummern. Dazwischen befinden sich aber einige Lieder, die wirklich im Aufzug laufen könnten, immer schön vor sich hinplätschernd und nur niemanden irgendwie erregend. Sollte sich die Band dieser Art der (Rock)-Musik aus innerster Überzeugung verschrieben haben, dann ist es schade, dass die Musiker aus ihrem offensichtlichen Talent nicht mehr herausgeholt haben. Sollte der Hintergedanke ein möglichst schneller kommerzieller Erfolg gewesen sein, wäre es vielleicht nicht schlecht, einmal einen Blick auf die Vorreiter dieser Musik zu werfen und einmal nachzuzählen, wie viele der Bands noch existieren und auch immer noch wirklich erfolgreich sind. Meist folgt einem schnellen Aufstieg ein bitterböser, irreparabler Absturz. Nichtsdestotrotz haben die Musiker mit der Produktion tatsächlich die Chance, bis nach ganz oben vorzudringen. Das ist sicher.

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