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Brett Walker: Spirit Junky

Schuster bleib bei deinen Leisten
Wertung: 3.5/10
Genre: Pop Rock
Spielzeit: 58:44
Release: 16.02.2007
Label: NL Distribution GbR

Brett Walker beglückt uns mal wieder mit einem neuen Album. Nachdem sich Brett mit Filmmusiken und Mucke für TV-Shows 8 Emmys und 4 Platinauszeichnungen geholt hat, wollte er wohl mal wieder selber etwas auf die Beine stellen. Außerdem wurde es auch Zeit, seinem Nummer 1 Hit in Schweden etwas Geeignetes nachfolgen zu lassen.

Wie dem auch sei, wer auf deftig harte Mucke hofft und gerne ein wenig Power konsumiert, sollte hier schnell zu lesen aufhören, denn hier gibt es gerade mal radiotauglichen Rock. Alles, was etwas härter hätte klingen können, hat man mit mindestens 10 Litern Weichspüler gebadet. Herausgekommen ist ein sehr relaxtes Pop/Rock-mäßiges Mainstreamalbum.

„Give Me Back Tomorrow“ beginnt zwar mit einer Stromgitarre, aber das war auch nur eine kurze Episode. Der Song verläuft sich in kommerziellen Songwriterstrukturen. Trotz aller Süße, die hier verbreitet wird, schafft es der Song allerdings nicht, den Weg in mein Gedächtnis zu finden. Leider zu belanglos und ohne Besonderheiten. Selbst Jon Bon Jovi hätte diesem Song mit seiner Stimme kein Hitpotenzial einhauchen können.

„Something So Real“ bietet zumindest einen netten Refrain. Schade, dass Brett Walkers Stimme nicht wenigstens ein paar Ecken und Kanten hat. So gerät der Song zu einem soften Rocksong mit leichtem Schmusetouch. Danach wechselt man den Stil und gerät total unter die Räder. Der Rhythmus von „Until We Love Again“ gerät schon fast sixties-like. Irgendwie schwebt auch ein wenig Beatles Charme mit. Allerdings fernab derer Qualität.

“Round And Round” füllt meine Ohren mit Schmalz. Irgendwie anbiedernd quält sich der Song durch meine Gehörgänge. Zigmal genervt im Radio gehört und trotzdem immer wieder in neuen Versionen, wie hier aufgelegt. So ein Song hätte nicht einmal die Chance, bei Def Leppard auf eine B-Seite zu kommen. Und die haben ja nun wirklich in ihren Balladen auch nicht mit Schmalz gespart.

Ebenso uninteressant, wenn auch weniger schmalzig gerät „Sorry Just Ain`t Enough“. Vielleicht wäre es besser gewesen, Brett hätte die Intrumente nicht selbst eingespielt oder einprogrammiert, sondern hätte sich gestandene Musiker geholt. Dann hätte es vielleicht auch ein wenig anderen Einfluss gegeben.

„Hallelujah“ wirkt zwar erstmal etwas härter durch seine für Brett`s Verhältnisse dominierende Gitarre, aber auch das nützt nichts, wenn der Song wie Kaufhausmusik an einem vorüber gleitet. Der Refrain geht vollends unter. Der instrumentale Mittelteil lässt zumindest die Hoffnung aufkommen, dass sich irgendwo noch ein Diamant auf diesem Album verstecken könnte.

Leider wird die Hoffnung mit „Calalia“ schnell wieder zubetoniert. Mit „Waking Up The Dream“ bekommen wir zumindest schon einmal eine interessante erste Strophe, bevor ein charttaugliches „Na na na na na na na“ erklingt. Oh nein, das kann doch nicht wahr sein! „If You Only Knew“ weiß mich auch nicht zu begeistern.

„Livin In Maybe Land“ rockt dann mal etwas mehr, was aber trotzdem nicht den Qualitätslevel hochzusetzen vermag. Mit „Southern Blue Sky“ vermag nun ein erster Song ein überdurchschnittliches Zeichen zu setzen. Gelungen verweilt dieses Stück kurz in meinem Gedächtnis.

„Rights To Yesterday“ hätte mal ein paar deutlich bestimmtere Vocals vertragen können, aber so wird das softe Chartgesäusel fortgeführt. „Remind Me“ vermag es leider auch nicht, mich in bessere Stimmung zu versetzen, auch wenn der Refrain hier durchaus als gelungen zu bezeichnen ist. Dann wird es Zeit für eine schwungvolle, eine Abgehnummer möchte ich es nun wirklich nicht nennen, countryorientierte Nummer, welche mal origineller Weise aussagt, was Brett von sich hält: „I`m The Best“. Ob das nun mit einem lachenden Auge geschrieben wurde oder nicht, ist mir eigentlich egal. Die Melodie, die da immer wieder mal auftaucht, kommt mir schon sehr bekannt vor.

Zum Abschluss kredenzt uns Brett Walker noch ein Instrumental nur mit Gitarren. Ja, mehr muss man eigentlich nicht zu dem Song sagen.

Fazit: Okay, jeder weiß, dass ich mehr auf Power stehe, aber z.B. Mark Sweeney hat vor kurzem noch gezeigt, dass ich auch dem Pop/Rock einiges abgewinnen kann. Aber Brett Walker hat es hier absolut vermieden, Ohrwürmer zu schreiben. Ich kann dieser Scheibe nicht viel abgewinnen, als Hintergrundkaufhausmusik gelungen, aber mehr eigentlich

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