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Breschdleng: Breschdleng

Eine Portion schwäbische Mundart auf Hardcore
Wertung: 5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 23:10
Release: 24.04.2009
Label: Prevision Music

Bitte was? Könntest du das bitte wiederholen? Zugegebenermaßen, mir ging es während der EP der Schwaben auf großen Strecken genauso. Der Grund dafür ist ganz einfach erklärt: Für jemanden, der nicht aus dem Schwabenländle selbst stammt, sind die Songtexte in eben diesem Dialekt der Jungs nicht so einfach verständlich. Denkbar ist eher, dass mit der schwäbischen Mundart so manche Leute aus anderen Landstrichen ihre liebe Mühe haben werden. Was Breschdleng selbst heißt, lässt sich aber zum Glück direkt erklären: Das ist der schwäbische Name für die leckere Früchtchen namens Erdbeeren, denen auf dieser EP auch das ein oder andere Thema gewidmet wird.

Im Midtempo stampfen sich die Schwaben durch den ersten Song „Roschdich“. Vielmehr bleibt allerdings auch nicht im Ohr hängen, was einen lauen Start in die EP bringt.
Über einen treibenden Rhythmus gelangen wir in das musikalische Thema von „Schdeffala“. Hier wissen die Cleanvocals, die allerdings vielmehr als Sprechgesang durchgehen, leider nicht zu gefallen. Bei dem Refrain kann ich mir jedenfalls sehr gut vorstellen, wie dazu im Moshpit die Luzi abgeht. Wenn man sich schon das ein oder andere Bierchen hinter die Binde gekippt hat, dürfte es aber auch schwierig sein, diese Vokalakrobatik im Refrain mitzugehen. Der Groove dieses Stück spricht jedenfalls für sich.

Aggressives Riffing und Drumming typisiert das folgende Stück „Bis Uns Heild“. Im Titelsong „Breschdleng“ lassen sich die Herren über die armen Erdbeeren aus, die von den Jungs anscheinend ziemlich gehasst werden. Dabei sind die so lecker, gerade mit Vanillequark oder einfach pur. Zurück zur Musik: Dieses Stück zeigt die Band auch wieder von ihrer treibenden Seite. Ich kann mir auch bei diesem Stück sehr gut vorstellen, dass die Meute vor der Bühne dazu wieder vollends abgeht.

Ziemlich gemäßigt tritt „Roschdbrohda“ auf den Plan. Bei diesem Song denkt man unweigerlich an die Erlanger J.B.O., die es ähnlich der Schwaben verstehen, mit solcherlei Texten die Mengen zum Feiern zu bewegen.
„Seiferts Fritz“ dürfte das Trinklied der Band schlechthin sein, nicht zuletzt wegen des „Saufalarms“ gegen Ende des Songs. Auch bei diesem Stück kann ich mir vorstellen, dass es live bestens funktioniert, doch auf Platte weiß das Material so nicht wirklich zu punkten.

Fazit: Wer neugierig auf Hardcore samt schwäbischer Mundart ist, der sollte die Band auf jeden Fall antesten. Jedermanns Sache wird diese EP allerdings nicht sein.

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