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Breathe Atlantis: FUTURESTORIES

Zu weichgespült, zu wenig Dampf
Wertung: 6/10
Genre: Alternative Metal, Post-Hardcore, Trancecore
Spielzeit: 38:47
Release: 09.09.2016
Label: Redfield Records

Breathe Atlantis sind eine Band, die sich mir hauptsächlich durch ihr Debüt „Shorelines“ eingeprägt hatten, der coole Bandname war auch irgendwie hängen geblieben und man hatte den Eindruck, die Band könne gut und gerne aus den USA stammen, dabei kommt die Truppe ganz bodenständig aus Essen. All dies waren irgendwie Faktoren, die die Band interessant machten und dazu verleiteten, sich beim Verteilen der neuen Promo-CDs wie ein Streber zu melden, als die neue Platte „FUTURESTORIES“ zur Sprache kam.

Mittlerweile ist die Scheibe schon ein paar Monate draußen, zum Rezensieren ist es ja bekanntlich nie zu spät; der erste Blick geht auf's Cover, das grüne Wiesen, türkisblaues Wasser und einen Wasserfall zeigt und einen bei dem Schneetreiben draußen und den eiskalten Füßen drinnen schon ein bisschen neidisch werden lässt. Im Hinblick auf die letzte Veröffentlichung „Shorelines“ darf man schon ein bisschen gespannt sein, eins sei aber gleich vorneweg gesagt: Auf der neuen Scheibe „FUTURESTORIES“ wird mehr mit Klargesang gearbeitet, die wunderbaren Shouts treten für meinen Geschmack viel zu sehr in den Hintergrund beziehungsweise werden viel zu selten eingestreut.

Die neuen Tracks erinnern zum Teil recht stark an Bands wie Alesana oder Emarosa, da macht es nur Sinn, dass die Essener auch schon mit Kollegen wie Memphis May Fire und den Briten Bury Tomorrow auf der Bühne standen. Vornweg wurden die beiden Tracks „Lost“ und „Golden Messiah“ bereits zum weltweiten Probehören freigegeben – gerade ersterer ist ein Song, der eigentlich alles abdeckt, was Breathe Atlantis ausmacht: Klargesang, völlig pur und rein, wird zu Beginn ebenso verwendet wie der leicht hysterische Gesang, den Fronter Nico mittlerweile wahrscheinlich als sein Markenzeichen bezeichnen kann, ebenso der fast gerappte R'n'B-Part; nur ganz leise mogeln sich aus dem Hintergrund immer wieder Screams dazwischen, was ziemlich schade ist; dafür muss man der Truppe lassen, dass der Song ziemlich flott ins Ohr geht – während „Golden Messiah“ genau das nicht tut, aber dafür mehr Geschrei bietet, das leider merkwürdig gedämpft klingt.

Songs wie „Stars And Sparks“ gehen dann recht unspektakulär an einem vorbei, lediglich ein kurzer Breakdown und der eingängige Refrain lassen dann doch noch aufhorchen, ähnlich geht es bei „Goddess Of My Kingdom“ zu, wobei Breathe Atlantis da den cleveren Schachzug vollbracht haben, den Refrain gleich an den Anfang zu stellen um sich so die Aufmerksamkeit des Hörers voll und ganz zu sichern. Über die Gesangsfähigkeiten des Fronters müssen wir hier gar nicht diskutieren, denn Nico bewegt sich stimmlich jenseits jeder Kritik – aber ein bisschen übertreibt der Gute es dann zum Teil noch. Nur eben leider nicht bei den Shouts, wo er gerne mal ein bisschen mehr (und vor allem länger) aus sich herausgehen dürfte – schade, aber den Punkt habe ich glaube ich mittlerweile oft genug unterstrichen.

„The Youth“ überrascht dann doch noch sehr positiv, auch hier wird natürlich viel klar gesungen, aber der Song kommt insgesamt wesentlich aggressiver daher als der Rest der Platte, wenn auch erst ab der zweiten Hälfte. Da zeigt sich dann aber auch, was Breathe Atlantis eigentlich richtig gut können: ausflippen nämlich! Allein die Gitarren sind es schon wert, dass man den Track immer und immer wieder hört, entsprechend findet sich das gute Stück auch bei den Anspieltipps wieder.

Insgesamt landet „FUTURESTORIES“ für mich aber nur im Mittelfeld. Zu viel elektronisches Klimbim, teils zu dramatisch anmutender Gesang, zu wenig Dampf dahinter – so fühlt sich die Platte leider an, erwartet hatte man gerade nach „Shorelines“ doch etwas anderes. Vielleicht berappeln sich die Jungs ja für die nächste Scheibe wieder.

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