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Brainstorm: On The Spur Of The Moment

Egal ob spontan oder im vollen Bewusstsein: Kaufen
Wertung: 9/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 45:56
Release: 30.09.2011
Label: AFM Records

Ist es Vorhersehung? Hat Andy B. Franck die Gabe, die Zukunft zu beeinflussen? Mit dem letzten Symphorce-Werk „Unrestricted“ rannte er zumindest bei The-Pit.de nicht gerade die Türen ein, mittlerweile hat die Truppe auch bekanntgegeben, dass mit „leeren Köpfen“ eine Band nicht weiter erfolgreich betrieben werden könne und sie sich daher nun auflöse.

Da darf man doch ruhig die Frage stellen: Wie soll z.B. ein Andy auch nur einen Funken Kreativität in Symphorce stecken, wenn er doch schon seinen kompletten Schädelinhalt bei Brainstom verbraucht? Was das jetzt heißt? „On The Spur Of The Moment“ ist keine popelige Momentaufnahme, sondern endlich ein Brainstorm-Album, welches sich nach einer doch recht langen Durststrecke fast wie aus einem Guss in die Favoritenrolle drängelt. Kann nicht sein? Oh doch, schallt es da aus dem Schwaben-Ländle, und schon gleich mit dem Opener machen die Heidenheimer klar, wo denn die Power-Metal-Glocken hängen: „Below The Line“ heißt das brandheiße Dingen, welches nach dem gelungenen Intro sich mit der Zeile „You think you know“ gleich durch ins Epizentrum des Oberstübchens stampft – fies schleppend, mehrstimmiger Gesang und ein Killer-Refrain, wie ihn wohl keine andere Band in 2011 hinbekommen hat – Andy kann sich hier zum Gesangsgott aufschwingen und keiner kann es ihm krumm nehmen.

Oder gleich durch zum nächsten Highlight switchen, denn Brainstorm haben bis dahin offenbar die Flammen noch nicht auf Vollgas gestellt – „A Life On Hold“ rast mit brutalen Gitarren im Up-Tempo davon, doch auch hier wartet der absolute Eargasmus bis zum Refrain: Kann man noch besser, lockerer, fluffiger die Message an den Fan bringen? Sollte die Sonne wirklich mal untergehen, wird man mit „A Life On Hold“ diesem Ereignis mit einem breiten Grinsen entgegen sehen.

Kleines Outing mal am Rande: Als absoluter Balladenhasser muss man zu „My Own Hell“ erst einmal schlucken, doch schnell walzen dann doch noch die fett bratenden Gitarren quer durch Dick- und Dünndarm, da verstummen glatt die Dämonen im eigenen Körper und machen Platz für weitere knapp sechs Minuten edlen Powerstahl. Hat man das den Brainstorms bis dahin zugetraut? Wohl eher nicht, denn schon die drei bisher aufgezeigten Tracks rechtfertigen die Anschaffung des Albums – ohne wenn und aber.

Man kann sich aber auch an fetten Stampfern wie „In The Blink Of An Eye“ aufgeilen oder die Matte beim sehr abwechslungsreichen „Temple Of Stone“ schütteln. „In These Walls“ überrascht mit einigen Keyboard-Farbtupfern, die man eher bei Bohlens Combos erwartet hätte, doch gottlob sind sie unaufdringlich genug und werden von Andy glatt wiederholt an die Wand gesungen, und das anschließende „Still Insane“ verstreut dann wieder alle noch so aufkeimenden Zweifel. Mit „No Saint – No Sinner“ können die Heidenheimer zwar nicht ganz das extrem hoch angelegte Qualitätslevel halten – dafür ist der Refrain einfach ein wenig zu altbacken und unausgegoren und der Song mag so gar nicht wirklich zünden – doch der kleine Ausrutscher geht ansonsten auch gerne im Hochofen der Edelstahls unter, da hat Flugrost einfach keine Chance.

Was müssen sich Brainstorm vorwerfen lassen? Ganz sicher ein „Warum nicht schon eher!“ Was eine der größten Power-Metal-Hoffnungen schon in der Vergangenheit nachwies und sich nun mit einem modernen „On The Spur Of The Moment“ locker und unverkrampft fortsetzt, hält einfach die Idee am Leben, dass sich die Baden-Württemberger nun doch noch mit ihrem neunten Album auf die Socken machen und der Welt zeigen, dass wahre Qualität aus Deutschland kommt – mit diesen Songs sind Brainstorm nicht nur auf der Überholspur, sonder hängen die Mitbewerber einfach um Längen ab. Ein Album, nicht nur zeitgemäß und modern, sondern so gut, dass man kaum einen wirklichen Grund aufbringen kann, sich dem „On The Spur Of The Moment“ zu verweigern – egal ob spontan oder im vollen Bewusstsein: Kaufen. 

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