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Brainsheep: Brainsheep

Feinsinnig-experimentelle Rockmusik mit durchaus anspruchsvollen Textinhalten
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Alternativ Artrock
Spielzeit: 46:12
Release: 30.11.2006
Label: Eigenproduktion

Wahrlich nicht ganz einfach diese Kost, die uns das badische Quartett Brainsheep kredenzt: Denn wer hier nun eine „Gute-Laune-Rockmusik-für-nebenher“ erwartet, wird mit dem selbstbetitelten - und in Eigenregie veröffentlichten - Debütwerk schnell seine Probleme bekommen…

Der inhaltliche Anspruch der vier Herren aus dem Achern - Kreis, beginnt hier bereits bei der Gliederung der insgesamt 9 Tracks umfassenden Trackliste des Albums: Eingeteilt in die vier menschlichen Emotionalzustände „Erwartung“. „Angst“, „Traurigkeit“ und „Zorn“, haben Brainsheep ein ausgeklügeltes Konzept entwickelt, welches auf rein musikalischer Ebene den Zuhörer in diese vier gefühlsintensiven Odysseen begleitet. Dass es bei diesen emotionalen Gemütszuständen aber oftmals auch zu „rabiaten Extremen“ kommt, spiegelt sich ebenfalls wirklich gekonnt in der Musik und Melodieführung von Brainsheep wider.

Schon allein anhand dieser vier sehr vielschichtigen Gefühlsmomente dürfte schnell klar sein, dass die akustische Umsetzung (der übrigens rein englischsprachigen Texte) alles andere als ein Zuckerschlecken darstellen wird. Entsprechend schwierig ist es hier “Brainsheep“ in eine Genre-bedingte Schublade stecken zu wollen, da die musikalische Bandbreite insgesamt sehr opulent und vielschichtig ausfällt. So finden sich beispielsweise neben altbekannten und beliebten Alternative-Rock Spielwiesen (“Erwartung“), auch progressiv-experimentelle Rhythmen (“Angst“ und “Traurigkeit“) bis hin zu explosiven Emo- und Hardcore - Sounds (“Zorn“) auf dem Silberling ein.

Dennoch ist es Brainsheep recht gut gelungen, dieses (rein oberflächlich betrachtete) „Wirrwarr an menschlichen Empfindungen“ sehr gut kombiniert und atmosphärisch zu verpacken. Entsprechend benötigt dieser gut 46 Minuten lange Output auch eine gewisse Zeit - und eine noch intensivere Auffassungsgabe - bis er sich wirklich für den Hörer vollkommen entfalten kann. Ist diese Hürde allerdings erstmal überwunden, eröffnet sich ein wirklich beeindruckender Kosmos, auf dem am ehesten das Prädikat „Modern Artrock“ zutrifft.

Fazit: Trotz seiner emotionalen Achterbahnfahrt, endet “Brainsheep“ wie es einst begonnen hat: Nämlich mit der allumfassenden Stille der freien und unberührten Natur. Lediglich begleitet von dem zarten Zirpen der Grillen, kehren auch die letzten erzürnten Gemüter irgendwann einmal zurück zu ihren ureigenen Wurzeln = Nämlich der Wiegstätte allen Lebens und ihrer globalen Einzigartigkeit des Seins…

Entsprechend schwierig ist es vielleicht “Brainsheep“ einer speziellen Gruppierung an Musikliebhabern zu empfehlen. Aber letzten Endes wird es insbesondere all diejenigen ansprechen können, die feinsinnig-experimentelle Rockmusik mit durchaus anspruchsvollen Textinhalten nicht abgeneigt sind. Bestellt werden kann “Brainsheep“ übrigens für einen kleinen Obolus auf der Bandeigenen Homepage www.brainsheep.de unter dem Menüpunkt “Kontakt“. Weiter so, Jungs!

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