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Braggpeak: The Shoot

Facettenreiche Platte, aber die Band hat sicher noch mehr zu bieten
Wertung: 6.5/10
Genre: Alternative Rock, Progressive Rock, Blues
Spielzeit: 53:37
Release: 25.09.2011
Label: Eigenproduktion

An sich ist es immer lobenswert, wenn eine junge Band sich nicht den modernen, glattgebügelten Sounds der 2000er hingibt, sondern ein bisschen im Old-School-Modus und mit Garagenfeeling vor sich hinwerkelt. Bei Braggpeak aus Frankfurt kann man von Hochglanz wirklich nicht sprechen: Das Trio verwurstet auf der aktuellen Scheibe „The Shoot“, die inzwischen auch schon ein halbes Jahr auf dem Markt ist, alle möglichen alternativen Einflüsse – von progressiven (übrigens echten, nicht via Keyboard imitierten) Klavierelementen über Grunge-Gesang bis hin zu Blues-Gitarren ist alles dabei, was das Rockerherz begehrt. Man könnte die Scheibe fast als Allrounder bezeichnen, wenn da nicht der recht dünne Sound wäre, der zumindest bei den Vocals doch sehr an der Punktzahl zerrt.

Leider fällt das schon im ersten Track „Vessigebro“ auf; Sänger Danyal klingt sehr dünn, dafür haben die Braggpeaker ein schönes Klavier eingebaut. „Glow“ bietet dann schon mehr Unterhaltung: Abgesehen davon, dass das Intro wie das der „Ducktales“-Serie klingt, kommen hier rockige Gitarren zum Einsatz und auch die Vocals werden dreckiger gestaltet. Ein bisschen wie eine Mischung aus Blues Brothers und Nirvana mutet der Song an – eine verdammt coole Mischung, die schnell in die Beine geht. Hier steht der erste Beweis für die musikalische Bandbreite der Band.

„Wake Up“ bietet dann die erwähnten Prog-Elemente, der Bass dominiert die ersten Minuten, im Verlauf schaltet sich noch eine Jethro-Tull-mäßige Melodie mit ein – ein wahrer vertonter Drogentrip bietet sich hier den verblüfften Ohren des Hörers dar. Und da soll mal einer sagen, dass die heutige Jugend keine Ideen mehr hat.

Auch „Rose Pink Cadillac“ kommt recht ungewöhnlich daher, zumal der Song richtig alt klingt. Allein schon der Moog-Synthesizer wirft den Song alterstechnisch mindestens zurück in die Siebziger – ein richtig geiles Stück, das zwar etwas chaotisch und unstrukturiert daherkommt, aber dafür einen unheimlichen Psychedelic-Rock-Touch hat. 

Nach dem rosa Cadillac haben Braggpeak einen kleinen Durchhänger – „The Edge Of My Life“ lärmt uninteressant am Innenohr vorbei, „Pedestal“ kommt dann erstaunlich ruhig, fast romantisch hinterher, vor allem das Klavier kann hier überzeugen, weniger allerdings die Stimme des Sängers. Beim finalen „The Ideal Crash“ wird das Tempo zwar ein wenig gesteigert, richtig noisig kommen die Gitarren dann daher, der Weisheit letzter Schluss ist der Track aber auch nicht unbedingt, obwohl das Potenzial durchaus vorhanden wäre. Als Rausschmeißer für „The Shoot“ ist der Song aber durchaus geeignet, denn auch hier zeigen die Herren wieder, dass sie sich im Rock-Terrain auskennen – nur an der Umsetzung hapert’s ein klein wenig.

Insgesamt ist „The Shoot“ auf jeden Fall ein kleines Schmankerl für Rock- und Gitarrenfreunde, die sich auch nicht davor scheuen, mal einen Ausflug in die psychedelischen Siebziger zu unternehmen. Der Sound darf bei der nächsten Scheibe noch verbessert werden; zwar unterstreicht das leicht kratzige Soundfundament die Old-School-Einflüsse, den klaren Vocals kommt das aber nicht zugute. Trotzdem gibt es für Braggpeak 6,5 Zähler – interessant ist das Album allemal, und die junge Band bringt eine gute Portion Frische mit.

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