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BoySetsFire/Funeral For A Friend: 7"-Split

Leider ein viel zu kurzes Vergnügen
Wertung: 7/10
Genre: Alternative Rock, Post-Hardcore
Spielzeit: 7:57
Release: 09.05.2014
Label: End Hits Records

Split-CDs sind ja immer eine ganz witzige Sache – oder können sie zumindest sein, sollten die Bands ein bisschen Können mitbringen. Richtig nett wird das Ganze aber, wenn die betreffenden Combos auch noch seit Jahren befreundet sind und die Split sich dementsprechend eher als Tribut an die Kumpels verstehen lässt – so wie im Fall der Waliser Funeral For A Friend und der Amis Boysetsfire, beides Gruppen, die sich in den letzten Jahrzehnten fest im Post-Hardcore- beziehungsweise Alternative-Rock-Bereich verankert haben und auch in Deutschland eine treue und große Fanbase ihr Eigen nennen können.

Dabei sind Boysetsfire wahrscheinlich die schillerndere Truppe von beiden, hantieren die Herren um Sänger Nathan Gray doch bereits seit 1994 im Untergrund herum, nur um sich 2007 (als Funeral For A Friend gerade mal seit fünf Jahren existierten) zu trennen und drei Jahre später – dem Musikgott sei’s mehrfach gedankt – wieder zusammenzufinden. Im Gegenzug stehen FFAF aber mit nur einem ausgewechselten Bandmitglied in all den Jahren durchweg stabiler da.

Mit der Split-CD kommt nun also via End Hits Records eine digitale Zwei-Track-7“ zu uns herübergeschwappt, die zwei der bekanntesten und beliebtesten Songs der beiden Bands beinhaltet – allerdings wird hier auch schon das Hauptmanko klar: Für zwei großartige Bands wie die hier erwähnten sich zwei Songs einfach zu wenig.

Trotzdem: „10:45 Amsterdam Conversations“ wird von Boysetsfire (die die Schreibweise ihres Bandnamens übrigens wechseln wie andere Leute ihre Unterwäsche) in gewohnter, etwas noisiger Manier vorgetragen und bekommt durch Nathans Gesang und die Schreddergitarren eine gute Spur mehr Härte verliehen. So hätte der Track durchaus auch von den US-Amerikanern selbst stammen können.

Auch „Rookie“ ließe sich so durchaus im Backkatalog von Funeral For A Friend finden – schon bei dem berühmt-berüchtigten Gitarrenintro stellt sich sämtliche Körperbehaarung auf, die Waliser zocken den Klassiker aus dem Jahr 2000 mit fast genauso viel Herzblut wie ihre Kumpels.

Nach nicht ganz acht Minuten ist das Spektakel schon zu Ende – dabei wissen Boysetsfire eigentlich, wie es geht, haben sie in der Vergangenheit doch schon Splits mit Shai Hulud oder Coalesce angezettelt. Die beiden vorhandenen Tracks hätten zehn Punkte verdient – in Anbetracht der fehlenden Quantität muss man da leider auf sieben Punkte runtergehen. Ein schöner Ausflug in die Historie der beiden Bands bildet die 7“-Split aber allemal und ist für Fans sowohl der einen als auch der anderen Truppe sicherlich ein Leckerbissen.

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