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Boozed: One Mile

Spaß macht die Scheibe auf alle Fälle
Wertung: 7/10
Genre: Rock`n`Roll
Spielzeit: 33:37
Release: 08.05.2009
Label: Soulfood

Nach drei regulären Alben steht nun die Veröffentlichung von „One Mile“ vor der Tür. Die Norddeutschen widmen sich dem leicht punkigen Rock`N`Roll mit Hauptaugenmerk auf den Rock. Musikalisch angesiedelt ist das Ganze irgendwo im Dunstkreis von Gluecifer oder den Hellacopters.

Klar, dass es da auch keine allzu langen Tracks geben wird. Der Opener „Save Me“ sorgt schon mal für einen guten Auftakt. Sänger Markus hat eine angenehm kratzige Stimme. Gerade das Attribut, dass diese nicht zu voluminös ist, verhilft es dem leicht punkigen Flair, deutlicher an den Tag zu treten. 

„This Ain´t My City” beginnt schon, während der Opener noch ausklingt. Eine starke Abgehnummer. Hier wird das Gaspedal stärker durchgedrückt, ohne in Hektik zu verfallen. Leider fehlt ein prägnanter Refrain. Aber gerade über Kopfhörer offenbart sich die gute Gitarrenarbeit von Nico und Poni, die sonst leicht untergeht, - und das nicht nur beim gelungenen Solo.

„You Gotta Go Again“ sorgt für noch mehr Stimmung, mit schöner treibender Einleitung wird da wohl für kräftig Bewegung in den ersten Reihen bei Konzerten gesorgt. Der Gesang nimmt sich ein wenig zurück und agiert irgendwie normaler. Kaum hatte er begonnen, ist er auch schon wieder vorbei und der „Circus“ beginnt seine Reise. Dies hier ist deutlich mehr Mainstream, aber ohne seine Roots zu verleugnen. Der treibende Rhythmus weiß zu gefallen. 

„Speak By The Haze“ hätte auch durchaus mit etwas knarzenderem Sound aus den Endsechzigern stammen können. Allerdings gefällt mir der hier zu sehr geschriene Gesang nicht ganz so gut. Deutlich bedächtiger geht dann „Easy“ vor, fast schon so etwas wie eine Ballade für Boozed, aber trotzdem rockig, wie es sich für solch eine Band gehört. Hier wird kein Wert auf einen fetten voll gestopften Sound gelegt, da geht es eher etwas luftiger zu. Und das passt auch wie die berüchtigte Faust aufs Auge.

„One Mile To The Moon” packt gitarrenmäßig ein klein wenig AC/DC-Feeling aus. Coole Nummer mit leichtem Highlight-Charakter. Man wippt mit dem Bein und singt auch leise dabei mit. Das gelingt bei „Hypnotic Magnetic” auch, wenngleich hier das Tempo wieder deutlich forciert wurde. Cool, wie eine mir nicht bekannte Dame danach „Don`t Hold Back“ gesanglich einleitet. Dazu der nun etwas tiefer angesiedelte Gesang von Markus und die Rock`N`Roll-Party ist im vollen Gange. Da bleibt kaum ein Bein still stehen.

Zum „Asphalt´s Burning” reicht es dennoch bislang nicht. Dass dieser Songtitel dann auch noch eher langsam ist, passt wirklich nicht zum Titel. Irgendwie kommt auch ein wenig britisches Rock`N`Roll-Feeling auf. Das Klavier sorgt für zusätzliche Freude. Der Song besitzt genug Groove, um zu überzeugen.

„Trouble“ kann da nicht ganz mithalten. Recht zügig treibt Drummer Ugge die Band vor sich her. Etwas mehr Melodie in der Vocalline hätte dem Song mehr Wirkung verpasst. Trotzdem kein schlechter Abgehrocker. Und somit rattert dann auch mit „Next Door“ die nächste Nummer durch die Gehörgänge. Ein deutlicherer Bass von Tim hätte hier noch mehr puschenden Effekt hervorgerufen, aber trotzdem geht die Sache auch so gut ab. Leicht amerikanisch galoppiert die Band mit einem spitzbübischen Lächeln durch die letzten Minuten.

Fazit: Gerade mal 33 Minuten kann das Werk aufweisen, das allerdings aufgeteilt auf zwölf Songs. Diese Anzahl ist zwar in Ordnung, aber knapp 34 Minuten sind schon recht übel. Dafür zahlt man dann auch den vollen Preis. Spaß macht die Scheibe auf alle Fälle, trotzdem kann es aufgrund der Spielzeit nur einen Punktabzug geben.

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