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Boozed: Acid Blues

"Acid Blues" unterstreicht Klasse, Facettenreichtum und jugendliche Wildheit
Wertung: 7.5/10
Genre: Rock'n'Roll
Spielzeit: 43:2
Release: 15.06.2007
Label: Bitzcore

Etwa 18 Monate nach dem krachenden Rock'n'Roll Debüt der jungen Niedersachsen legen sie mit "Acid Blues" nach. Boozed "legt noch einen drauf" und "unterstreicht eindrucksvoll die musikalischen Qualitäten der Band" heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem Album "Acid Blues" bleiben Boozed einerseits ihrem Stil zwischen klassischem und modernem Rock'n'Roll treu, erweitern aber, wie der Albumtitel schon sagt, ihre Musik um einige viele Blueselemente, ohne dabei aber wie klassische Vorbilder zu klingen. Was Boozed weiter erhalten bleibt, ist dieser enorme Mitsingfaktor, den auch schon "Tight Pants" zu einer richtigen Partyplatte machte.

Elf Songs umfasst das Werk und wenn man die Playtaste betätigt, wird einem mit "Street Skills" gleich energiegeladener Rock'n'Roll um die Ohren gehauen. Dazu der recht aggressive Gesang von Sänger Markus und der Chorus, der einfach zum Mitsingen einlädt. Der zweite Song "Gimme The Fire" beginnt zwar ruhig, wird aber durch das Shouting im Chorus ("Gimme the fire, show me your love! Gimme the fire, gimme your love") und den so typischen Gitarrenparts auch wieder zu einem typischen Boozed-Song, der sich ins Hirn einbrennt. Mit dem Frauenchor im Refrain und dem Mitgröhlfaktor ist "Stop Your Revolution" ein weiterer Song, der nur zu gut ins Boozed-Klischee passt.

Etwas anders ist da schon "Bad Seed". Der Song beginnt mit einem Bassintro und nahezu Sprechgesang-ähnlichen Vocals, die aber zum Refrain hin immer lauter werden. Dieser Song kommt zwar nur langsam, geht dafür am Ende aber gut ab! Die "Good Intention" des Albums ist definitiv der zehnte Song. Hier spielen Boozed einfach schönen Rock'n'Roll. Der gesamte Song wirkt sehr harmonisch und gefällt aufs erste Hören! Mit "Out To Lose" sind Boozed letztlich auch noch in der Lage, den letzten Blues-Fan aus der Reserve zu locken. Mit 6:30 Minuten der mit Abstand längste Song und vor allem auch der facettenreichste. Wer bisher noch nicht von der musikalischen Stärke dieser Band überzeugt ist, wird es spätestens hier sein. Der gesamte Song ist etwas ruhiger, gewinnt aber an richtigem Bluescharme durch die Verwendung der Mundharmonika. In meinen Augen der beste Ausklang dieses Albums, den die Band sich da hätte aussuchen können.

Mein absoluter Favorit auf diesem Album ist allerdings "Dream On". Schnell wird klar, dass dieser Song eine gewisse positive Stimmung verbreitet, der durch den Frauenchor im Refrain unterstützt wird. Dieser Song ist einfach tanzbar und reißt selbst den letzten Eckensitzer aufs Parkett! Zu guter Letzt sollte aber auch der wirklich schöne Bonus-Song erwähnt werden, der das ganze Werk am Ende noch abrundet.

Fazit: "Acid Blues" unterstreicht musikalische Klasse, Facettenreichtum und jugendliche Wildheit der Band und unterstreicht definitiv die Weiterentwicklung einer jungen deutschen Band, die wirklich das Zeug hat, zur musikalischen Spitze zu gehören. Die frechen Ankündigungen der Pressemitteilung haben also durchaus ihre Berechtigung, wenn auch ich sagen muss, dass mir der Vorgänger mehr gab. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich....

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