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Bones UK: Bones UK

Selbstbewusstes Alternativ-Rock-Album
Wertung: 8/10
Genre: Alternativ
Spielzeit: 41:30
Release: 12.07.2019
Label: Sumerian Records

In die lange Liste der Bands, die in irgendeiner Form „Bones“ im Namen unterbringt, reiht sich nun auch noch ein Duo ein und zwar Bones UK. Dass das Doppel, welches mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt in Los Angeles gefunden hat, ursprünglich aus Großbritannien kommt, lässt sich unschwer erkennen; ebenso gut erkennbar dürfte die Tatsache sein, dass es sich bei den Mitgliedern um zwei Frauen handelt. Diese zieren das Cover des selbstbetitelten Albums und wirken schon mal wie ein paar auf Krawall gebürstete Playboy Bunnys – oder eben wie ein paar entschlossene Frauen, die mal so gar nicht dieses Kostüm tragen wollen.

Und genau diese Attitüde schieben Bones UK auch auf ihre Debütscheibe, wobei das Ganze nicht wirklich krawallig oder verstörend klingt, sondern maximal als spleenig und provokant einzustufen ist. Genau dies demonstriert das Duo bereits mit dem ersten Song „Beautiful Is Boring“, der nicht nur einen Schuss gegen geltende Schönheitsideale und Gleichmacherei platziert, sondern auch recht schrill und unkonventionell ausfällt. Das musikalische Grundgerüst bleibt dabei bei fast allen Titeln gleich: Es wird auf einen Riff-betonten Gitarren-Rock-Sound gesetzt, der mehr oder weniger immer mit Elektroklängen einhergeht und häufig über einen schlurfenden bis marschierenden Grundrhythmus verfügt. Ausnahme bildet hier eigentlich vor allem das ruhige und extrem einschmeichelnde „Black Blood“, welches an sich schon gut funktioniert, durch Sängerin Rosie jedoch schließlich nahe an die Perfektion herangeführt wird. Zugleich muss man an dieser Stelle eh betonen, dass Rosie mit ihrer expressiven Stimme gleich noch ein Extrapünktchen fürs das Album einfahren kann. Von explosiven Stücken, wie dem äußerst gelungenen „Choke“, bis hin zu zarten Tönen à la  „Souls“: ihr gesangliches Spektrum erweist sich als ausgesprochen facettenreich.

So abwechslungsreich ihr Gesang, so abwechslungsreich auch die Stücke. „Filthy Freaks“ und „Creature“ möchte man als typische Alternativ-Rocknummern einordnen, die über ausreichend Eingängigkeit verfügen und dennoch genügend Ecken und Kanten zeigen. „Leach“ geht deutlich beschwingter in die Ohren, zumal hier Flamenco-Anklänge zu hören sind, die sich schon deutlich vom Rest der angebotenen Stücke abheben. Bei „Limbs“ setzt man hingegen auf einen stärkeren Elektro-Sound, der mit Sprechgesang kontrastiert wird und zu guter Letzt sticht das Blues-lastige „Girls Can't Play Guitar“ noch gen Ende stark hervor. Genau diesem Titel steht man schon mit einem gewissen Grinsen gegenüber, da Gitarristin Carmen hier Stück für Stück jenes Vorurteil zerlegt und sich an ihrem Instrument als ungemein wandelbar zeigt.

Letztendlich überrascht an „Bones UK“ wohl aber am meisten, dass die Beiden schon so einen kompletten Sound gefunden haben. Zumindest bei einer Debütscheibe würde man noch die Suche nach einem eigenen Stil vermuten, aber Bones UK klingen bereits so unglaublich routiniert, kreativ und selbstsicher, dass man echt gespannt sein darf, wie der weitere Weg verlaufen wird. Selbst wenn hier noch nicht jeder Song ein Volltreffer ist, das Debüt ist definitiv gelungen.

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