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Bodybag: Curriculum Mortae

Nicht mehr als Mittelmaß
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Death Metal / Metalcore
Spielzeit: 33:34
Release: 03.12.2008
Label: Eigenproduktion

Die mittelhessische Band Bodybag sind, was die Metalszene angeht, noch ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Nach zwei Demos und diversen Live-Verköstigungen ist jetzt der Sprung aus dem Untergrund an die Oberfläche das Ziel und zu diesem Zweck wurde das Debüt „Curriculum Mortae“ in Eigenproduktion auf die Beine gestellt. Die Band selbst beschreibt sich als Thrash/Death Metal mit Core-Einflüssen.

Nach Anlaufen des Openers „Walking In Flames“ kann man die Jungs aber eher dem Großraum Melodic Death Metal zuordnen. Melodische Gitarren werden hier von reichlich Doublebass unterstützt und setzen hier und da auch mal zu einem Breakdown in Metalcore-Manier an. Auch der Sänger orientiert sich mit seinem Stil sehr stark am gängigen Metalcore-Scream, wobei er allerdings nicht so richtig zu überzeugen weiß. Das Ganze klingt ein bisschen wie Heaven Shall Burn, erinnert dabei auch entfernt an Maroon, allerdings wird die Klasse der genannten Bands zu keinem Punkt erreicht. Die Instrumental-Fraktion ist durchaus solide, so gibt es ordentlich Tempowechsel und gute Melodien, doch das Songwriting wirkt teilweise ein wenig uninspiriert und die ein oder andere Lead verliert sich ein bisschen über den jeweiligen Songs.

„Inhaling The Death“, „Panopticon“, „Room 3/02“ und „Misanthropic Overload“ plätschern so dahin, ohne eine geniale Idee oder ein markantes Riff zu bieten, wobei man aber nicht sagen kann, dass die Jungs schlechte Musik spielen, jedoch langweilig und teilweise unausgereift. Dass die Jungs aber Potenzial haben, zeigt zum Beispiel der Song „Detachment“, der mit sauber getimeten Riffs und Melodiespuren aufwartet und im richtigen Moment mit Headbang-Passagen für Abwechslung sorgt. Auch „Hyperbolic Speed“ und „Fucked By Life“ wissen mit thrashigen Riffs zu gefallen, doch der Rest des Liedguts ist leider nicht mehr als Mittelmaß.

Bodybag präsentieren sich auf „Curriculum Mortae“ als eine Band, die ihren Stil gefunden hat und die offensichtlich Spaß am Musizieren findet, doch was wirklich besonderes wird dem heutzutage allzu verwöhnten Metalheads hier nicht geboten. Es fehlt einfach das besondere, außergewöhnliche Element, dass die Scheibe nach mehrmaligem Durchhören noch am Leben hält, denn es bleibt kaum etwas vom Gehörten im Kopf, nachdem das Album den CD-Spieler wieder verlässt. Um an die Ufer der professionellen Metalbands zu gelangen, müssen die Gießener sich noch weiterentwickeln. Für das bisher Gebotene sind nicht mehr als sechs Punkte drin.

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