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Bodies Awake: The Great Renovation

Beeindruckend.
Wertung: 9/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 27:39
Release: 11.06.2010
Label: Eigenproduktion

Obgleich die Band Bodies Awake noch eine verhältnismäßig junge Formation ist, gelingt es dem Quintett auf ihrer mit „The Great Renovation“ betitelten Debüt-EP sieben hervorragende Songs voller Emotion, Melodie, Aggression und Atmosphäre in ein mehr als sattes und druckvolles Klanggewand zu verpacken.

Die Stärke der Band liegt eindeutig in der Atmosphäre, so sind die Gitarren mal melodisch á la der Marke For The Fallen Dreams, mal sind sie rhythmisch-treibend und manchmal sind sie schon regelrecht episch, klar und kaum verzerrt, dazu da faszinierende Melodien auf eine sehr erhabene Art und Weise an den Mann zu bringen. Dabei bilden Schlagzeug und Bass immer ein solides Fundament, das den Songs den notwendigen Tiefgang verleiht, aber auch an den aggressiven Stellen eine Klangexplosion durch massiven Bassdrum-Einsatz unterstützt oder einfach nur dem Groove dient und die Songs mit einer enormen Portion Headbang-Potential nach vorne zu treiben weiß. Nach dem schon sehr atmosphärischen Intro „The Great Renovation“ folgt der starke Song „Compassion“, der eine Bridge offenbart, die so monumental erscheint, dass eine Gänsehaut kaum zu verhindern ist. Dazu gesellt sich dann ein gekonnt gesungener Refrain, dessen Melodie stark zum Mitsingen einlädt und darüber hinaus direkt ins Ohr geht. Die Vocals dieser Band sind immer äußerst abwechslungsreich arrangiert, so findet man stets hervorragende, klar gesungene Refrains, deren Melodien immer mitreißen können, aber auch die härtere Gangart kann sich hören lassen, so wird von aggressiven Screams, die an Heaven Shall Burn erinnern, bis zu tiefen, voluminösen Shouts und Growls alles geboten – und wenn nötig wird das ganze sogar noch gedoppelt.

Ein Talent für abwechslungsreiches Songwriting und variierende Songstrukturen stellt die Band gekonnt mit dem Stück „Survivor, Deceiver“ unter Beweis, während das Geschick der Band auch technisch noch anspruchsvollere Songs problemlos abliefern zu können gerade zum Ende des Tracks „Between The Dusk And Darkness“ deutlich wird. Immer wieder gelingt es Bodies Awake auch mit den folgenden Songs ein Gänsehaut-Feeling zu erzeugen, so lassen melodische Gitarrenbögen einen beunruhigen Beigeschmack zurück, während im nächsten Moment zum Träumen einladende Melodien den Hörer verzaubern, der jedoch jäh von energetischen, aggressiven Parts zurück in die Realität geholt wird und auch dezente Keyboard-Einlagen werden eingesetzt um den Songs hinsichtlich Atmosphäre oder Melodie das letzte Sahnehäubchen zu verpassen. Zuletzt wird der bereits faszinierte Hörer von dem Song „Dissemble“, der all die Stärken die diese Band im Laufe der EP offenbart hat, nochmals in sich vereint und einen mehr als würdigen Abschluss dieser herausragenden Demo bildet.

Man kann christlicher Musik gegenüber eingestellt sein wie man will – mich hat die Religion einer Band nie sonderlich interessiert, doch diese Band versteht es in den Texten Botschaften so einzusetzen, dass dem Hörer schnell ein Gefühl irgendwo zwischen Hochachtung, Respekt und Großartigkeit übermannt – nicht zu vergessen ist der angenehm faszinierend-gruselnde Schauer, der immer wieder an so mancher Stelle über den Rücken rieselt.

Bodies Awake scheinen noch eine sehr große Zukunft vor sich zu haben – alle Songs verfügen über einen enormen Wiedererkennungswert, es gibt regelmäßigen einen Punkt an dem man nur noch „wow“ sagen kann und wie gebannt zuhört. Melodien, Atmosphäre, Energie, all das wird hier stimmig, abwechslungsreich und in einer guten Mischung rübergebracht. Die Produktion der EP, auch wenn sie etwas leise geworden ist, lässt ebenfalls keine Klagen zu, denn ein klarer Sound mit einem mächtigen Druck ist immer garantiert.

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