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Blutengel: Soultaker

Solide Leistung
Wertung: 8/10
Genre: Dark Synthpop
Spielzeit: 74:40 (ohne Live-CD)
Release: 27.11.2009
Label: Out Of Line

Kaum jemand ist derart fleißig und veröffentlicht so viele neue CDs wie Chris Pohl, Mastermind von Blutengel und Terminal Choice sowie Mitglied bei Miss Construction. Dieses Jahr hat er bereits das Drei-CD-Album „Schwarzes Eis“ – ihr findet bei uns Reviews zu allen drei CDs – sowie eine Terminal Choice-Single namens „Keine Macht“ veröffentlicht und nun die EP „Soultaker“, die darüber hinaus noch eine Live-CD als Bonus im Gepäck hat. Für 2010 ist jedoch kein Blutengel-Release geplant, Mr. Pohl plant, sich in diesem Jahr nur auf ein neues Terminal Choice bezeihungsweise Miss Construction-Album zu konzentrieren – ob er diese bescheidene Voraussage einhält? Wir werden sehen.

Der Titeltrack „Soultaker“ ist im typischen Blutengel-Stil geschrieben – im Wechsel vernimmt man männlichen und weiblichen Gesang, der von einer puckernden Bassspur unterlegt ist, Spannung baut sich auf und im Refrain explodieren die Synthesizer sowie der zweistimmige Gesang, dessen Melodie hier enormen Ohrwurmcharakter aufweist. Etwas schneller und tanzbarer ging man bei dem Song „Addicted To The Night“ zu Werke – textlich und musikalisch ein urtypischer Blutengel-Song, nichts umwerfend Neues, sondern solide Arbeit: Schöne Melodien, sowohl bei den begleitenden Klängen wie beim dominierenden Gesang, formen das Klangbild und entführen den Hörer in eine dunkle, schmerz- wie geheimnisvolle Welt der (Blut-)Engel.

Was man bei dem Track „Addicted To The Night“ an Tempo zugelegt hat, wurde bei „World Of Ice“ weggelassen – wenigstens zu Beginn. Langsam baut sich der Song auf, englischsprachige Verse werden ähnlich wie beim Titeltrack über eine synthetische Bassspur gesungen, bevor nach und nach mehr Sequenzen hinzugefügt werden und das Tempo doch noch zulegt. Endgültig langsam und balladesk gehalten ist dann das Stück „Why Do Even Angels Have To Die“. An Emotionalität im Gesang übertrifft vor allem der Refrain die Balladen des letzten Full Lengths um Längen und auch die Melodie überzeugt nochmals mehr. Die vier neuen Songs sind typisch gehaltene, dunkle Synthpop-Blutengel-Songs mit orchestralem Einschlag; ein schnelleres Stück und eine schöne Ballade sind dabei – was will man mehr? Unter Umständen Remixe, denn davon bietet die EP gleich acht an. 

Groovender und mit direkten Synths versehen als das Original ist der Song „Engelsblut (Eternal Life Remix)“, wohingegen die Ballade „Behind The Mirror (Shadow Remix)“ nahezu komplett auf Synths verzichtet und sich auf akustische Piano-Klänge stützt. Auch die Labelkollegen Ashbury Heights geben sich die Ehre, den Song „City Lights“ ihrem eigenen Stil anzupassen, wohingegen Lost Area in ihrem Remix des Titelsongs überraschend viel mit E-Gitarren arbeiten.

Für Blutengel-Fans führt kein Weg an dieser EP vorbei, allerdings können hier auch Neulinge kaum etwas verkehrt machen – aber wie viele Neulinge gibt es schon noch, die Blutengel nicht kennen? Die EP liefert typische Songs, einige nette Remixe und obendrauf eine Live-CD – insgesamt ein mehr als faires Angebot, bei dem man durchaus zuschlagen könnte, sofern die Band zusagt.

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