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Blutengel: Schwarzes Eis

Man hat zu alter Stärke zurück gefunden
Wertung: 9.5/10
Genre: Dark Pop / Gothic Synth
Spielzeit: 67:37
Release: 13.02.2009
Label: Out Of Line

Nach zahlreichen Single-Auskopplungen und einer DVD steht endlich das neue Blutengel-Album in den Startlöchern – und Chris Pohl, seines Zeichens Meister des Dark Pops, hat sich etwas ganz Spezielles ausgedacht: Zum einen befindet sich in der edlen Verpackung das reguläre Album „Schwarzes Eis“, dazu eine reine Instrumental-CD mit Namen „Behind The Mirror“ und in einem speziellen 3-CD-Boxset ist sogar noch eine dritte CD zusätzlich enthalten, bei der es sich um das eigenständige Album „Redemption“ handelt.

Ironischerweise wird das eigentliche Album „Schwarzes Eis“ mit dem Song „Behind The Mirror“ eröffnet – ein schleppendes Stück mit schwerem Beat, unheimlicher Atmosphäre und Chris‘ dunkler Stimme, die sich sehr gut mit den tragenden Synth-Flächen, die an sakrale Chöre erinnern, vereint. Auf dem letzten Full-Length-Album war leider nur ein einziger deutschsprachiger Song enthalten, dieses Mal kam man den Wünschen der Fans mehr nach und verfasste mehrere deutsche Lyrics, unter anderem für „Kind der Nacht“. Mit schwermütigen Pianoklängen wird der Track eröffnet, dann beginnt ein weitaus schnellerer Beat als noch beim Opener und einige Synthsequenzen begleiten den männlichen Gesang, der im wundervoll melodisch-ergreifenden Refrain - in dem zahlreiche Synzhsequenzen zu explodieren scheinen - von weiblichem Gesang unterstützt und in der folgenden Strophe abgelöst wird.

Mit „Pure Life“ geht es wieder sehr ruhig weiter; der Beat ist dermaßen dezent, dass man ihn - wenn überhaupt – nur unterbewusst wahrnimmt. Sehr behaglicher weiblicher Gesang wird von einer Synth-Melodie begleitet, gelegentlich von Flächensounds unterlegt, die besonders im flotteren, äußerst harmonischen Refrain eine tragende Rolle übernehmen. Einen absoluten Ohrwurm liefert die Band mit „The Only One“ ab, die vielseitigen Streicher sind großartig eingesetzt, ergänzen sich gegenseitig wunderbar und natürlich auch mit den übrigen Syth-Spuren, die den männlichen Gesang begleiten.

Die „Schneekönigin“ ist ein weiteres Highlight des Albums. Die weiblich gesungenen Strophen vermitteln ein derartiges Gänsehaut-Feeling, dass sie regelrecht zu einem zweiten Refrain werden, so einprägsam und einmalig sind sie. Eine ähnlich unheimliche Atmosphäre weist der Song „Broken Girl“ auf, die Strophen ruhiger und mystischer, bis sich der Song im Refrain öffnet und der leicht angezerrte Gesang zu explodieren scheint.

Eine gesangliche Meisterleistung vollbrachte Sängerin Ulli bei dem Song „Secret Places“, der sich unter anderem durch eine grandiose Bridge auszeichnet – ohne Frage ist aber auch die Instrumentalisierung eine Meisterleistung geworden, furiose Streicher, Painosounds und Synthesizer in faszinierender Kombination.

Nach der schwächeren Leistung mit dem letzten Album „Labyrinth“ haben Blutengel zu ihrer alten Stärke zurückgefunden und sind darüber sogar noch hinausgewachsen.  „Schwarzes Eis“ vereint Elemente aus den frühen Zeiten der Band mit modernen Klängen und anspruchsvollen Kompositionen – alles in allem haben wir hier eindeutig das stärkste Album der Band.

Was es mit den beiden zusätzlichen Alben "Behind The Mirror" und "Redemption" auf sich hat, könnt ihr auf den folgenden Seiten lesen.

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