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Blutengel: Lucifer

Gut gemacht, Herr Pohl!
Wertung: 8/10
Genre: Dark Pop
Spielzeit: 22:29
Release: 13.07.2007
Label: Out Of Line

„Fire is falling from the sky. She´s burning down her past... She starts a new life - to hell with Jesus Christ!“ So lautet der verheißungsvolle Abschluß des Refrains der neuen Blutengel-Single “Lucifer“. Und es ist wahrlich nicht zu verachten, was Chris Pohl und seine Blutengel-Mädels dieses Mal wieder aus dem Hut gezaubert haben...

Als Vorbote des noch in diesem Jahr erscheinenden neuen BE-Albums entpuppt sich “Lucifer“ als ungewohnt mutiger Kandidat: Nahezu gänzlich weg von der bisher bekannten Tanzflächentauglichkeit schreitet “Lucifer“ im gemächlichen Mid-Tempo daher und verzichtet fast vollkommen auf druckvolle Beats der Moderne. Stattdessen dominieren verspielte - gar fast schon träumerische - Synthesizerflächen den neusten Sproß aus dem Hause Pohl. Entsprechend fühlt man sich als Hörer nicht zu Unrecht leicht an frühere BE - Zeiten zurückerinnert, als noch eher kalte Elektrosounds das Erkennungsmerkmal der Berliner waren. Fast schon minimalistisch anmutend, präsentieren Ulli Goldmann und Chris Pohl ein mystisches Duett voller dunkel-romantischer Akzente...

Neben der Originalversion befindet sich mit “Lucifer - The Tempter“ noch eine Remixversion von Rabia Sorda auf der Single. Allerdings kann Erk Aicrag (dessen Hauptbetätigungsfeld bei Hocico liegt) nur sehr bedingt mit seinem Mix überzeugen: Sicherlich hat man durch mehr Dynamik versucht, den Song auf eine gewisse Clubtauglichkeit zu trimmen. Aber letzten Endes klingt “Lucifer“ nun leider so, als wäre er lediglich völlig phantasielos durch den Häcksler gejagt worden, um ihn dann am Ende irgendwie wieder „neu zusammen zu schustern“. Nein - das war so aus meiner Sicht mal leider gar nichts!

Als viel besser und interessanter erweist sich hier aber nun die Neueinspielung des BE - Evergreens “Black Roses“ aus dem Jahre 2002: Niemand Geringeres als die Herrschaften von Eminence of Darkness haben hier Hand angelegt und zusammen mit Constance Rudert eine recht imposante 2007er Version des damaligen „Opposite Sex“ - Remixes aus der Taufe gehoben. Sehr zeitgenössisch und energiegeladen ertönt nun “Black Roses“, ohne dabei aber groß mit den Traditionen des Originals zu brechen... Definitiv ein klarer Anspieltipp!

Freuen darf sich der geneigte Fan abschließend auch auf die beiden Live-Darbietungen von “My Saviour“ und “Der Spiegel“ vom diesjährigen Gig im Berliner K17. Nicht nur, dass die kollektive Live-Stimmung wirklich sehr eindrucksvoll eingefangen wurde. Auch ist es einfach nur ein unbeschreiblich schönes Gefühl, gerade mit “Der Spiegel“ ein (O-Ton Chris Pohl) „sehr, sehr altes Lied“ endlich einmal wieder live genießen zu dürfen. Entsprechend euphorisch bedanken sich die anwesenden Fans, so dass deren rhythmisches Beifallsklatschen nicht selten einen wohligen Gänsehautschauer beim passiven Zuhörer auslöst.

Fazit: Gut gemacht, Herr Pohl! Da kann das neue Studioalbum wirklich kommen... Doch wer den Workaholic Christian Pohl kennt, wird sich nun kaum darüber wundern, dass Maestro (laut dem offiziellen Studiotagebuch auf der Bandpage) bereits einen neuen Mix von “Lucifer“ für das Album angefertigt hat.

Erschienen ist die Single “Lucifer“ zudem als streng limitierte Auflage in zwei Varianten: Einmal in der hier vorliegenden „Blaze“ - Version, sowie zusätzlich in einem mit dunkelrotem Cover ausgestatteten „Purgatory“ - Exemplar. Neben dem Cover unterscheidet sich hierbei auch die Setlist der Bonustracks jener beiden Singles.

So bietet „Purgatory“ die folgenden Songs:

1. Lucifer2. Lucifer (Remix by Necessary Response)3. Seelenschmerz 2007 (reworked by Eminence of Darkness)4. Solitary Angel (live)5. Bloody Pleasures (live)

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