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Blutengel: Behind The Mirror

Eine emotionale Gradwanderung
Wertung: 7/10
Genre: Instrumental
Spielzeit: 44:58
Release: 13.02.2009
Label: Out Of Line

Die Songs der Instrumetal-CD „Behind The Mirror“ des neuen Blutengel-Albums „Schwarzes Eis“ beschreiben acht Lebensabschnitte beziehungsweise emotionale Zustände und sind mit „Mirror I“ bis „Mirror VII“ durchnummeriert.

„Mirror I – Birth“ beginnt langsam und tragend, einige schwer definierbare Flächenklänge, dazu eine Klavier-Melodie, die anschließend von einer Synth-Spur abgelöst wird, die ein wenig an ein Metallophon erinnert. „Mirror II – Journey“ klingt komplett anders – groovende Beats mit Noise-Elementen wechseln sich mit melodischen Parts ab und vereinen sich am Ende des Songs zu einer gemeinsamen Mixtur.

Das achtminütige Stück „Mirror III – Confusion“ fängt mit sakralen Tönen an, zu denen immer wieder seltsame Sounds eingespielt werden, ähnlich denen des Intros von dem Song „In My Dreams“, vom 2004er Album „Demon Kiss“. Es folgt ein Noisebeat, zu dem sich im weiteren Verlauf des Songs immer mehr und mehr, teils auch melodische, Klänge hinzufügen. „Mirror IV - Seduction“ offenbart wiederum eine völlig andere Klangwelt – unheimliche Klänge und Melodien unterlegt mit einer vor sich hin tropfenden Bass-Spur, dazu soundtrackreife Streicher, die an Harry Potter erinnern – und dann ein Bruch. Ab der Mitte des Songs löst ein Paukenschlag die bisherigen Klänge in Wohlgefallen auf, die sich nun in anderer Art und Weise neu formieren. Imposante Paukenschläge, Unheil verkündende Chöre und dramatische Streicher lassen das Bild einer nahenden epischen Schacht aufkeimen.

„Mirror V – Hope“ ist sehr melodiös gehalten und kommt lange Zeit ganz ohne Beat aus, wird aber später doch noch von einer, zwar im Hintergrund gehaltenen aber doch sehr druckvollen, Drumspur begleitet – auf Dauer aber leider ein recht eintöniges Stück, aber sehr gut geeignet für Fans mystischer Klänge. „Mirror VI – Suffering“ ist äußerst titelgerecht umgesetzt; im Hintergrund hört man eingeflochtene Samples von leidenden Menschen, die Instrumentalisierung stellt sich als Nervenprobe dar. Noise-Elemente treffen auf malträtierend hohe Töne, begleitend von der typischen, hypnotischen Grusel-Melodie, die man in vielen Alien- und Horrorfilmen immer wieder findet. „Mirror VII – Homecoming“ klingt weitaus weniger bedrohlich als die anderen Stücke, sogar fröhlich und glücklich. Angenehme Flächensounds unterlegen eine wohlige Melodie und auch hier kommt man lange ohne Schlagzeug aus, erst zum Höhepunkt am Ende des Songs wird eine kurze Passage begleitet und klingt so noch etwas druckvoller.

Letztendlich folgt noch der Song „Mirror VIII – Death“. Dramatische Cello-Klänge und beinahe schon psychopatisch-hohe Streicher lassen direkt ein etwas panisches und in-die-Ecke-gedrängtes Gefühl aufkeimen. Durch enorme Bassdrum-Anschläge, die durch Verzerrung noch um einiges gewaltiger klingen wird die Aufregung und die schockierende Atmosphäre noch verstärkt, sakrale Klänge überlagern sich und zum Abschluss der CD hört man ein episches Sprachsample das perfekt zum Song passt.

Ein interessantes Album – geeignet für jede Halloween-Party, als Soundtrack einsetzbar und auch ideal um zu relaxen, einzuschlafen und sich in bestimmte Gemütszustände fallen zu lassen. Wer schon die instrumentalen Stücke auf dem 2001er Album „Seelenschmerz“ mochte, wird diese CD zweifelsohne lieben. Wer Blutengel zwar mag, aber nicht viel für Noise, Ambient und instrumentale Stücke übrig hat, wird diese CD dagegen vermutlich recht schnell verstauben lassen.

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