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Blut Aus Nord: Memoria Vetusta II – Diagolue With The Stars

Ein Werk für die Ewigkeit voller ästhetischer Schönheit
Wertung: 10/10
Genre: Black Metal / Ambient
Spielzeit: 59:59
Release: 27.03.2009
Label: Candlelight / Soulfood

Als Fan der französischen Black Metaller Blut Aus Nord musste man sowohl nach deren Debutscheibe als auch in letzter Zeit ziemlich viel Geduld aufbringen. Zum einen deshalb, weil die Band mit den folgenden Werken "The Work Which Transforms God" und "MorT“ teils gänzlich neue musikalische Wege beschritt, denen nicht alle Fans folgen konnten oder wollten. Zum anderen, weil es ganze 13 lange Jahre dauerte, bis es endlich zu dem Nachfolger der „Memoria Vetusta I“ gekommen ist. 

Was die Fans nach dem Erstlingswerk also bitterlich vermissten, nämlich die grimmige Bitterkeit der schwarzmetallischen Ergüsse der „Memoria Vetusta I“, das wird man auf der Fortsetzungs-Scheibe „Memoria Vetusta II – Diagolue With The Stars“ ganz sicher wieder finden. Doch der Albumname steht für sich und so haben zusätzlich zu den schwarzmetallisch gefärbten Passagen zusätzlich gleichzeitig grandiose wie auch atmosphärisch geniale überirdische Songlandschaften Einzug gehalten in die Kompositionen und verleihen dem Ganzen fast schon mehr als nur einen Hauch Unendlichkeit.

Ein solches Intro wie das von Synthesizern getragene„Acceptance (Aske)“ hat man selten gehört: Es wirkt gleichzeitig fragil und gleichzeitig mit einem Hauch von Unsterblichkeit ausgestattet, es ist schwer bis nahezu unmöglich, diese Schönheit in Worte zu fassen. Um danach auch die Herzen der Black Metal-Fans zu erquicken, ertönen mit „Disciple's Libration (Lost In The Nine Worlds)“ und auch bei dem Stück „The Formless Sphere (Beyond The Reason) klirrend-kalte Black Metal-Riffs samt wundervollen und unglaublich atmosphärischen Synthie-Untermalungen, die man sofort mitten in sein Herz schließt. So etwas, was die Franzosen hier erschaffen haben, ist und wird sicherlich auch sehr lange Zeit absolut unerreicht bleiben, einfach nur unglaublich phantastisch.  

Was mit „The Cosmic Echoes Of Non-Matter (Immaterial Voices Of The Fathers)” seinen Ursprung findet, manifestiert sich spätestens im Verlauf des ganz ruhigen, von durch Gitarren begleitete Synthies getragenen „Translucent Body Of Air (Sutta Anapanasati)“: Man befindet sich fast schon in einer Art Trance, man kann sich so völlig in die Soundlandschaften fallen lassen, sich so dermaßen ganz und gar der Musik hingeben, dass man einen Status völliger Entspannung erfährt, und dennoch ist man völlig aus dem Häuschen, weil diese Musik so genial klingt. 
An den Beispielen “...The Meditant (Dialogue With The Stars)“, „The Alcove Of Angels (Vipassana)“ und „Antithesis Of The Flesh (...And Then Arises A New Essence)“ kann jeder hören, wie genial gemachter atmosphärischer Black Metal zu klingen hat, denn besser als das, wie man diese Parts durchsetzt hat mit ganz ruhigen Momenten, die einem Trancezustand gleichen, kann man solch ein Meisterstück nicht erschaffen. 
Was? Kaum zu glauben, aber mit dem Instrumental „Elevation“ findet die Reise durch die unendlichen Weiten des Alls leider schon sein Ende. Gefühlstechnisch scheint es fast so, als befände man sich auf einer Art Landeanflug nach einer Reise durch Zeit und Raum; als hätte man Galaxie um Galaxie durchquert und so manches wunderschön anzuschauende Sternensystem gesehen. Musikalisch kann man dazu nur sagen, dass man vor den Boxen sitzt, teils ergriffen, aber am meisten von allem grenzenlos begeistert über das, was Blut Aus Nord mit diesem Album erschaffen haben. Man möge daher auch verzeihen, dass hier weniger auf die musikalischen Finessen im Einzelnen eingegangen wurde als hauptsächlich auf diese gewaltige und über alle Maßen beeindruckende Soundkulisse. Selten hat ein Album so beeindruckt wie eben dieses.  


Wie der Titel schon andeutet, hat dieses Album etwas in sich, was einem gewissermaßen die Augen öffnet, ganz einer Transzendenz gleich. Dieses Werk sprengt alle Grenzen und man hat beim Hören das Gefühl, man steht in einer sternenklaren Nacht auf einer Waldlichtung, fern der Zivilisation, und blickt in en unendlichen Weltraum und sieht so viele Sterne, wie es einem in den Städten so niemals möglich ist.  

Fazit: Ein absolut zeitloses Kunstwerk, das nach Unendlichkeit strebt. Und wenn man sich den nächtlichen Sternenhimmel betrachtet, während dieses Werk läuft, dann hat man das Gefühl, ein Teil der kosmischen Aura gehe gar auf einen selbst über. Fans der alten Blut Aus Nord-Werke liegen sich bei diesem Werk voller Wonne in den Armen mit den Fans, welche die Band mit diesem Monument zweifelsfrei neu hinzu gewonnen hat. Alle zusammen blicken dann nach oben und halten einen Dialog mit den Sternen, die genau wie die schwarzmetallischen Parts auf dem Album klirrend und eiskalt auf uns herab scheinen und trotzdem in ihrer Unendlichkeit unglaublich schön anzusehen sind. Welch wundervolles Bild – ebenso wie dieses monumentale Kunstwerk. 


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