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Blut Aus Nord: 777 - Sect(s)

Sehr verstörend und sehr krank
Wertung: 7/10
Genre: Black Metal / Ambient
Spielzeit: 45:29
Release: 22.04.2011
Label: Debemur Morti Productions

Herrschaftszeiten – Blut Aus Nord machen es einem nicht einfach. 2009 noch brachten die Franzosen mit „Memoria Vetusta II: Dialogue With The Stars“ ein recht melodisches, episches Black-Metal-Album heraus, das sehr gute Kritiken bekam (bei The-Pit.de fuhr man sogar die Höchstpunktzahl ein), zuvor stieß man beispielsweise mit der sehr experimentellen „MoRT“-Scheibe viele Hörer total vor den Kopf und im letzten Jahr veröffentlichte die Band einen Re-Release vom ursprünglich 2001 erschienenen „The Mystical Beast Of Rebellion“ – ebenfalls ein alles andere als leicht verdaulicher Brocken.

Die dort zelebrierte, pechschwarze Atmosphäre wird auf der neuen Platte „777 – Sect(s)“ nun fortgeführt, allerdings ist das Ganze eher noch schwerer zugänglich, noch kranker, noch bösartiger und noch verstörender; mit den „Memoria Vetusta“-Alben hat das jedenfalls nicht ansatzweise etwas zu tun, denn hier herrscht keine episch-romantische Stimmung vor, hier wird dem Hörer Schwarzmetall in seiner unangenehmsten und fiesesten Form dargeboten. Der erste Track des in sechs Teile aufgesplitteten „Epitome“-Epos’ beginnt sogleich mit gnadenlosen, ungeschönten Blastattacken, zu denen sich ultradissonante Gitarrenriffs gesellen; dieses Konglomerat erinnert von der Atmosphäre bisweilen an die Landsleute von Deathspell Omega, ist aber monotoner und musikalisch simpler vorgetragen. Später im Song wird die Prügelorgie von einer Industrial-mäßigen, gruseligen Psycho-Passage abgelöst, die sich gut an die Raserei anfügt.

Der zweite Part ist Ambient-artiger gehalten und schleppt sich zäh wie flüssige Lava dahin, ist mit seinen flächigen Gitarrenmelodien im Hintergrund aber definitiv das zugänglichste Stück von „777 – Sect(s)“, denn in den verbleibenden Tracks wird wieder ultrafies zwischen chaotischer Raserei und schwärzesten Slo-Mo-Sequenzen gewechselt, hier und da mit psychotischen Ambient-Elementen oder verstörenden Melodien im Hintergrund unterlegt. Ähnlich wie bei fast allen anderen Platten mit jenem monotonen Charakter, die das Trio bislang unters Volk brachte, kann man Blut Aus Nord auch bei dieser Veröffentlichung nicht vorwerfen, ohne jegliche Struktur zu Werke zu gehen, trotzdem geht es hier natürlich mehr um die Atmosphäre. Klassisches Songwriting findet man selbstredend ebenso wenig wie Eingängigkeit und übrigens auch Gesang, denn ein Großteil ist instrumental gehalten. Wenn dann doch mal eine Stimme erklingt, hört sich diese allerdings mindestens so gemein, hasserfüllt und krank an wie die Musik selbst.

Fakt ist somit: Die Franzosen gehen tatsächlich noch extremer zu Werke als je zuvor und es wird nicht wenige geben, die die Platte für nahezu unhörbar halten. Faszinierend ist das aber irgendwie schon, was Blut Aus Nord uns hier auftischen, denn nach so vielen völlig kaputten Outputs, die in dieser Szene schon veröffentlicht wurden, schafft es diese Band trotzdem noch, den Hörer nach Einfuhr der Platte mit einem unangenehmen Gefühl zurückzulassen. Anspieltipps schenke ich mir, da man bei diesem verstörenden Gesamtkonzept schlecht einzelne Tracks herauspicken kann.

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