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Blowsight: Shed Evil

Zu Anfang nicht schlecht, aber zu vorhersehbar
Wertung: 5.5/10
Genre: Modern Metal, Alternative Metal
Spielzeit: 17:55
Release: 01.08.2011
Label: Fastball Music

Legt man die neue EP des schwedischen Trios Blowsight ein und lässt den ersten Track „Magic Eight Ball“ anlaufen, kommen einem direkt zwei Bands in den Sinn: Lostprophets und Sonic Syndicate. Mit letzteren teilten die Schweden bereits 2010 für eine Tour die Bühnen dieser Welt, was einem beim ersten Durchlauf von „Shed Evil“ so gar nicht wundert. Wenn sich die Drei dann auch noch als Popmetalpunk anpreisen, kann man sich in etwa vorstellen, was auf den fünf Songs auf einen zukommt.

Ganz so schwarz in die Zukunft blicken muss man da aber doch nicht; obwohl „Shed Evil“ ein klein wenig chaotisch und übers Knie gebrochen wirkt, stecken doch gewisse Passagen in der Handvoll Tracks, aus denen man ein ordentliches Potenzial herauslesen kann. Schließlich hatten die Herren mit den beiden Langrillen „Destination Terrorville“ und „Dystopia Lane“ ja schon die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auf Platte auszutesten. Komischerweise scheint die EP auch wunderbar zum knalleheißen Wetter vor der Haustür zu passen – zumindest ich könnte mir nicht vorstellen, die Songs zu einer anderen Jahreszeit als dem Sommer zu hören.

So richtig entscheiden kann man sich aber über das Für und Wider von „Shed Evil“ oder Blowsight im Allgemeinen nicht: Technisch einwandfrei kommen die Jungs daher, auch über den Gesang, den die Drei sich teilen, kann man sich eigentlich nicht beschweren, aber irgendwie haftet der Musik etwas Oberflächliches an, das einen nach mehreren Runden zu stören beginnt.

Aber von vorne: „Magic Eight Ball“ legt bereits den Grundstein für diese Empfindung, die beiden Sänger und Gitarristen Nick Red und Seb, sowie Drummer und Sänger Fabz haben zwar angenehme Stimmen, lassen aber wenige Emotionen durch – schade, denn vom Aufbau her kann der Track durchaus überzeugen. „The Girl & The Rifle“ startet dann mit eingespielten Samples, bevor die Gitarren (von denen es übrigens zwei gibt, aber keinen einzigen Bass) so schwedisch wie nur irgend möglich ins Geschehen eingreifen. Einerseits passen der klare Gesang und die recht dezenten Shouts wunderbar zusammen, andererseits vergällt einem der sehr poppige Refrain aber schon wieder jeden Spaß.

In „As Wicked As They Come“ wird den härteren Vocals und Schreien ein größerer Spielraum eingeräumt, dennoch scheint der Track nicht wirklich aus dem Quark zu kommen. „Live Die Surrender“ fungiert als Rausschmeißer und alle Hoffnung, dass das Steuer doch noch herumgerissen werden kann, ruht nun letztendlich auf diesem Stück. Und wirklich, auch wenn die Strophen nicht sonderlich verheißungsvoll starten, der Refrain haut Blowsight noch mal aus dem Abseits heraus.

Fazit: Überzeugen können Blowsight zumindest gestandene Metaller mit „Shed Evil“ nicht – Freunde von Sonic Syndicate oder poppig angehauchtem Alternative Metal dürften sich für die Schweden schon eher begeistern können, obwohl man hier sagen muss, dass einige Passagen eindeutig zu vorhersehbar gestaltet sind. Zum ein- oder zweimaligen Hören ist die EP ganz brauchbar, nach längerer Zeit wird sie aber langweilig. Damit schaffen es Blowsight leider nur über die Halbzeit.

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