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Bloodwork: Ultima Ratio

Ultima Ratio - nicht das letzte Mittel, sondern die erste Wahl
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 50:36
Release: 29.07.2011
Label: Sound Guerilla Records

Die jungen Bloodwork aus Paderborn sind wahre Senkrechtstarter. Schon mit ihrem ersten Album „The Final End Principle“ (veröffentlicht 2009) spielten sie sich in die Melodic-Death-Herzen vieler Metalheads und waren für eine lange Zeit in aller Münder. Nach diesem fulminanten Auftakt soll es nun mit dem zweiten Album ähnlich gut oder, wenn möglich, sogar besser weiter gehen. „Ultima Ratio“ ist der Rufnahme des neuen Hoffnungsträgers.

„Ultima Ratio“ beugt sich nicht den Erwartungen - wenn das Album „Ultima Ratio“ der Paderborner eins kann, dann ist es überzeugen, und zwar auf ganzer Linie! Vom gesprochenen sowie bedrohlich wirkenden Intro an bis zum finalen Track „The Eternity Syndrome“ kann der Hörer quasi nur gebannt da sitzen und sich der Musik von Bloodwork vollends hingeben. „Ultima Ratio“ ist definitiv ein herausragendes Werk und ein würdiger Nachfolger für das starke Debüt „The Final End Principle“.

Man muss sagen, dass jeder einzelne Song durch sein eigenes Merkmal besticht. Der Opener „A Thousand Suns“ prescht nur so aus den Boxen vor lauter Spielfreude und ist ein fieses Melodic-Death-Ungeheuer, wohingegen zum Beispiel „All Things Unsaid“ ein hymnenhafter Song ist. Durch den vermehrten Klargesang ist er sehr melodisch und unglaublich eingänglich. Hier gilt ‚Vorsicht: Hitalarm’! Der Song ist richtig großartig und entpuppt sich zu dem Ohrwurm des Albums. Trotz des eingesetzten Klargesangs wirkt das Lied nicht zu poppig, „All Things Unsaid“ überzeugt auf ganzer Ebene.

Der Song „Nothing In Return“ dagegen erinnert anfangs an die mächtigen Soilwork. So wie hier erinnert Bloodwork häufig an andere Bands, was weder Manko noch ein Nachteil sein muss, denn das Feld des Melodic Death Metals ist sicherlich schon abgegrast. Dennoch machen Bloodwork ihr eigenes Ding und drücken mit ihrer Spielweise des Melodic Death einen eigenen Stempel auf. Die Musik erinnert durchaus an In Flames oder durch die elektronischen Einflüsse/ Synthesizer-Einsätze, zum Beispiel auf „Destination: Nowhere“, an die frühen Sonic Syndicate.

Fazit: „Ultima Ratio“ ist auf jeden Fall eins der besten Alben des Jahres, sicherlich nichts Neues in dem Sinne, denn niemand kann das Rad neu erfinden, aber in seinem Genre wird „Ultima Ratio“ eine Größe! Kaufen, kaufen, kaufen! Hoffentlich finden Bloodwork den Weg aus dem Underground, denn die Klasse und die Gekonntheit, mit der die Jungs auf dem gesamten Album agieren, ist phänomenal – eine perfekte Mischung zwischen hartem und kompromisslosen Metal und Melodie. Jeder Song ist ein Volltreffer.

Jedoch wird dies wohl ganz schnell nicht geschehen, denn es gibt schlechte Nachrichten zu vermelden aus dem Paderborner Hauptquartier. Der besagte Tiefschlag erfolgte nach der Veröffentlichung des Werkes. Bloodwork mussten sich von ihrem Shouter auf Grund persönlicher Differenzen, die sich in der Vergangenheit wohl schon abzeichneten, trennen. Die kommenden Konzerte tritt die Band nur zu viert auf. Viel Glück bei der Suche eines neuen Shouters! Man kann das den Paderbornern wirklich nur wünschen, denn es wäre schade, wenn „Ultima Ratio“ deswegen nicht den Zulauf erhält, das es verdient.

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