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Bloodspot: Embrace The End

Gut, aber nichts Besonderes
Wertung: 6.5/10
Genre: Thrash Metal / Death Metal
Spielzeit: 53:48
Release: 04.11.2011
Label: FinestNoise

Eine weitere Scheibe der Marke Death Metal / Thrash Metal kommt ins Haus geflattert. Natürlich wird diese auch als besonders aggressiv, brutal, hart und sowieso noch nie dagewesen angepriesen. Diese Aussage lässt sich leicht prüfen. Aus dem Pressetext soll hier gar nicht zitiert werden, das haben viele andere zur Genüge und mit Recht gemacht.

Zur Musik: Bloodspot spielen eine recht moderne Form des Thrash Metals. Darunter mischen sich immer wieder todesmetallische Elemente, die mal mehr, mal weniger auffallen. Die Riffs der Formation sind meist äußerst schnell gespielt. Die Gitarren verrichten eh die beste Arbeit auf dem Rundling, dazu aber später noch mehr. 

Betrachtet man die Produktion des Erstlingswerkes einmal näher, so verwundert in erster Linie die Tatsache, dass diese so fett ausgefallen ist. Der Sound ist stimmig und roh. Einzig und alleine das Schlagzeug wurde etwas stiefmütterlich behandelt. Es dümpelt etwas zu weit im Hintergrund und vermag es so nicht recht, den Songs den letzten Kick zu geben. Eigentlich schade, denn das Spiel von Drummer Björn müsste man, wenn es auch nicht das innovativste ist, eigentlich nicht verstecken. Der Gesang klingt wild und ungezähmt, so wie er sein sollte. Der hohle, giftige Gesang gleitet aber leider recht schnell in die Monotonie ab. Das ist schade, denn mit der Stimme wäre schon noch einiges anzufangen, wie der erste Schrei auf „Rise From Depravity“ beweist. Das Potential bleibt aber weitgehend unangetastet. 

Das führt uns dann direkt zur Saitenfraktion. Diese reißt nämlich einiges heraus. Die Riffs sind auf hohem Killerniveau und interessant anzuhören. Die Melodien sind ansprechend und prägen sich schnell ein, während die rhythmischen Elemente wiederholt für Herzflattern sorgen. Die positivsten Eindrücke von „Embrace The End“ sind den Gitarristen und dem Basser zuzuschreiben. 

Bezug nehmend auf die Einleitung lässt sich folgendes sagen: Landet das Teil im CD-Player, dann merkt man sehr schnell, dass man einer schamlosen Lüge aufgeflogen ist. Auf „Embrace The End“ befinden sich zehn einwandfreie Stücke plus ein Schmankerl, namentlich „Venus“. Allerdings gibt es auf der Platte rein gar nichts, was genau diese eine CD wertvoller macht als all die abertausenden CDs junger Bands mit Potential. Klar ist es jede Band leid, sich ständig das Lied von „nicht innovativ genug“ anhören zu müssen, aber so läuft die Sache nun mal. Wenn man etwas Außergewöhnliches macht, werden es die einen lieben und die andere hassen. Aber man hat eine Fanbase und Aufmerksamkeit. Macht man das, was viele machen (und das auch noch sehr gut, wie im vorliegenden Fall), dann bekommt man von allen Seiten Respekt, aber auf Dauer wird sich niemand die Gruppe einprägen. So läuft das schon immer. 

Die CD ist gut gemacht und sie bietet gute, ansprechende Musik. Wer genreintern nach neuen, unverbrauchten Künstlern sucht, der ist hier genau richtig bedient. Hier gibt es sehr viel Potential, das nur noch nicht vollständig abgeschöpft wird. 

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