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Bloodred: Ad Astra

Schnelles Tempo steht Bloodred am Besten
Wertung: 7/10
Genre: Blackened Death Metal
Spielzeit: 51:44
Release: 22.04.2022
Label: Massacre Records

„Ad Astra“, „zu den Sternen“ will Multiinstrumentalist Ron Merz scheinbar mit dem aktuellen Album seines Bloodred-Projektes, zumindest legt das der Albumtitel nahe. Ob das was wird, sei mal dahingestellt, obwohl die 2020er Scheibe „The Raven‘s Shadow“ für eine Ein-Mann-Geschichte erstaunlich variabel und spannend daherkam und immerhin ziemlich gute acht Zähler absahnen konnte. Wie auch schon damals, ist dieses Mal ebenfalls wieder Drummer Joris Nijenhuis (Leaves' Eyes, Atrocity) mit von der Partie, sämtliche anderen Instrumente wie auch den Gesang und die Textarbeit hat Merz mal wieder solo fabriziert.

Das Cover zeigt schon: Das hier wird kein Spaziergang im Park. Zornig glimmen die letzten Überreste der Erde, an der die Menschheit sich scheinbar ordentlich ausgetobt hat. Doch halt: Ein kleines grünes Blättchen hat sich seinen Weg durch die Zerstörung gebahnt und scheint eine neue Zukunft anzukündigen. Man will also scheinbar in dem Blackened Death Metal-Wust einen Funken Hoffnung pflanzen. Bei Titeln wie „With Existence Comes Suffering“ darf man da noch ein bisschen skeptisch sein, wie gut das den Musikern am Ende gelingen mag.

„Shatterer Of Worlds“ startet erwartungsgemäß wenig sonnig, sondern eher mit einem windumtosten Intro, das man so oder ähnlich tatsächlich schon auf diversen Metal-Alben gehört haben wird. Bald schon wird stilecht drauflos geschreddert, wie auch beim letzten Album sind die Musiker aber dankenswert gut darin, Stumpfheit zu vermeiden. Stimmlich fährt man wieder düstere Growls auf, die etwas heiser klingen und daher ein bisschen gewöhnungsbedürftig sein können. An sich findet man hier aber schon mal einen soliden Einstieg in die Scheibe.

Fast schon erfrischend flott galoppiert „Neon Gods“ aus den Boxen, strahlt fast schon einen Pagan-Vibe aus und hat durch die Gitarrenspur am meisten Potential, längerfristig im Songgedächtnis hängenzubleiben. Das siebenminütige Schwergewicht „All Is Bleak“ findet dann nur auf CD statt, die Vinylkäufer müssen mit Abstrichen auf der Tracklist zurechtkommen; ob das jetzt so furchtbar ist, darüber kann man streiten, denn der Song bildet einen ziemlich zähen Brocken, der auch von einer ausufernden Instrumentalpassage nicht wirklich aufgelockert werden kann.

Überhaupt steht Bloodred flotteres Tempo einfach deutlich besser zu Gesicht. „United/Divided“ knallt rasant durch die Boxen und wird auch live sicherlich Füße und Nacken beanspruchen, während „Fire, Ash And Dust“ epische Choräle im Hintergrund aufbaut und gemäß dem Titel eine schön dystopische Atmosphäre kreiert. Final schlägt der Titeltrack dann noch mal mit elf Minuten zu Buche: Da wird flott gestartet, die Gitarren flirren, das Schlagzeug knallt ordentlich und auch die eingestreuten Instrumentals tun der Stimmung keinen Abbruch. Ein mehr als solider Schlusspunkt für eine Platte, die insgesamt aber so ihre Längen hat. Ganz so begeisterungsfähig wie beim letzten Output kann man sich da nicht zeigen, einige Highlight wie „Neon Gods“ sollte man aber doch auch öfter hören.

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