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Bloodmoon: Identity Denied

Ein erstes musikalisches Lebenszeichen
Wertung: 5.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 25:00
Release: 06.03.2009
Label: Eigenproduktion

Dass Tom Bronneberg ein ziemlich vielseitiger Künstler ist, hat er allein schon dadurch bewiesen, dass er sowohl bei Retribution als auch bei Scornage in der Saitenfraktion tätig ist. Doch damit nicht genug, denn wir schrieben das Jahr 2006, als er zusammen mit Danny van Marle (Gitarre) die Band Bloodmoon ins Leben rief; dies einzig mit dem Ziel, Gefühle auf eine völlig neue Art in ein musikalisches Gewand zu packen. Bei Bloodmoon sitzt Tom an der Schießbude und macht zusammen mit Randy ter Hark (Vocals), Bas Giesbers (Gitarre) und Yarno Philippi (Bass) das Line-Up perfekt.

Die EP „Identity Denied” ist das erste musikalische Lebenszeichen der jungen niederländischen Band und gibt einen kleinen Ausblick auf das, was die Hörer im kommenden Jahr erwarten wird, denn für 2010 haben die Jungs ihre erste Full Length-Scheibe in Planung. Musikalisch findet man sich bei Bloodmoon´s Musik in einer Melange aus Gorefest, Opeth oder auch Bloodbath wieder, nur um die klangliche Ausrichtung des Fünfers ganz grob zu umreißen. 

Ein Händchen für Songwriting beweisen die Jungs damit, dass es bei „To Be Mine“ nicht vom unmittelbaren Beginn an mit Vollgas zur Sache geht, sondern dass erstmal ein kurzes Intro zu hören ist, bevor man mit einem Eingangsgrowl samt instrumentaler Begleitung in das Haupt-Thema des Songs einsteigt. Positiv fällt die Stimmungserzeugung auf, denn besser könnte dies selbst von einer Black Metal-Band nicht in Szene gesetzt werden, solch eine bedrohlich-finstere Kulisse wird hier erschaffen. 

Das Gaspedal einige Zentimeter weiter Richtung Bodenblech durchdrückend, walzt sich das Titelstück „Identity Denied“ durch die Membranen. Das Riffing sägt sich durch und durch und auch das Growling passt bestens in den Gesamtkontext. Was jedoch schon jetzt beim zweiten Song der EP auffällt, ist, dass das Material stellenweise ein wenig der Spielfluss fehlt, will heißen, dass es hier und dort noch ein bisschen holprig zur Sache geht. Daher wirkt dieses Stück dann auch auf die Länge seiner Spielzeit von immerhin über sechs Minuten ein wenig langatmig.  

Viel versprechend klingt das Intro von „The Unholy Deceiver“, denn hier erzeugen die Jungs Spannung. Sehr positiv anzumerken ist hier die in Form eines Gitarrensolos stärker in den Vordergrund gerückte melodische Ausrichtung der Band. Vom gesamten Aufbau her weiß sich „Devourment” so ziemlich in den Vordergrund zu spielen, denn hier wirkt alles flüssiger und homogener als beispielsweise noch im Titeltrack. 

Allerdings schleicht sich bei “World Of Chaos” der zuvor schon erwähnte Holprigkeitsfaktor wieder ein, wodurch dieses Stück sich wieder ein wenig zieht. Wenn hier der Hebel angesetzt würde, dann könnte damit sicher einiges bewegt werden. Einen sehr positiven Eindruck macht der Schluss des Songs, weil hier sehr geschickt der eigentliche Sound herausgefaded und durch Gitarrenklänge überlagert wird, was einen stimmungsvollen Ausklang aus der EP beschert.  

Fazit: Gespannt blickt man nun auf die weitere Entwicklung der Band und harrt der Dinge, die da kommen, hoffentlich in Form einer Full Length im kommenden Jahr. An ein paar Dingen könnte noch der Hebel angesetzt werden, aber wie heißt es so schön: Es ist noch nicht aller Tage Abend. Außerdem ist dies ja auch erst das erste auf CD gepresste Lebenszeichen der Band, also darf man voller Hoffnung sein.

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