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Blood Tsunami: Thrash Metal

Nur ein solides, streckenweise höchst durchschnittliches Album
Wertung: 6/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 42:59
Release: 30.03.2007
Label: Candlelight Records

Dass man bei einem derartigen Albumtitel nicht lange nach der Zuordnung zu einem bestimmten Genre suchen muss, ist glaube ich allen klar. Und so bieten Blood Tsunami auch ganz im Sinne des Albumtitels zeitgemässen Thrash Metal, versetzt mit einigen traditionelleren Einflüssen aus Europa und der allseits bekannten Bay Area.

Rein technisch kann man Blood Tsunami nun gar keinen Vorwurf machen, was aber nicht wirklich verwundert, schliesslich hat man mit Faust (ehemals Emperor) eine echte Ikone hinterm Drumkit sitzen. Aber auch an den Gitarren und den Vocals macht der Vierer einen starken Job. Leider haben es Blood Tsunami auf “Thrash Metal” allerdings nicht ganz geschafft, die technischen Fähigkeiten in wirklich starke Songs umzusetzen. Die meisten der acht Songs sind zwar grundsolide, aber auch nicht wirklich mehr.

Dies zeigen direkt die ersten beiden Songs “Evil Unleashed” und “Let Blood Rain”, die beide wirklich gute Fragmente besitzen, aber in ihrer Gesamtheit einfach durchschaubar sind und auch Eigenständigkeit vermissen lassen. Man hat ständig den Eindruck, diese Songs irgendwo schon einmal gehört zu haben und das finde ich persönlich sehr schade. Zwar sind beide Songs weit davon entfernt schlecht zu sein, aber vermögen es nicht, mich tatsächlich mitzureissen.

Mit “Rampage Of Revenge” gibt es dann allerdings einen ersten Lichtblick, was daran liegt, dass man zum ersten Mal Passagen geboten bekommt, die sich wirklich einprägen. Besonders gelungen finde ich hier die Gitarrenarbeit und die Stimmführung, die wesentlich interessanter sind als zum Beispiel beim Opener “Evil Unleashed”.

Daran knüpft “Infernal Final Carnage” an, denn hier gibt es einen amtlichen Refrain und ein gelungenes Solo zu vermelden. Auch wenn die Band in Punkto Wiedererkennungswert und Eigenständigkeit ihren Hörern immer noch einiges schuldig bleibt, ein insgesamt guter Song.

Leider fallen “Devoured By Flames” und “Torn Apart” dann auch schon wieder ab und für sie gilt das gleiche wie für die ersten beiden Songs: Gute Ansätze, keine völlig überzeugende Ausarbeitung. Mit dem zehnminütigen Instrumental “Godbeater” gibt es sogar eine echte Überraschung, denn mit solch einem Instrumental, das mich enorm an die alten Metallica erinnert und wirklich gut gemacht ist, habe ich nicht ansatzweise gerechnet. Das finale “Killing Spree” gehört zwar noch zu den besseren Songs auf “Thrash Metal”, doch auch dieser Song ist mit Sicherheit keiner, den man unbedingt gehört haben muss.

Fazit: “Thrash Metal” ist leider nur ein solides, streckenweise höchst durchschnittliches Album und es darf bezweifelt werden, ob Blood Tsunami damit durchstarten können. Zwei gute Songs und ein gelungenes Instrumental sind einfach zu wenig, um in einer eh schon überlaufenen Szene wirklich Fuss fassen zu können. Dabei wäre angesichts der technischen Fähigkeiten so viel mehr drin gewesen. Schade!

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