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Blood Stain Child: Idolator

Vielversprechend, ambitioniert und hitverdächtig
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal, Industrial Metal
Spielzeit: 39:30
Release: 24.11.2006
Label: Dockyard1

Nachdem die Stellung Japans im Musikgeschäft immer grösser wird, habe ich mit Blood Stain Child nun endlich auch eine japanische Band gefunden, die mir gefällt. Und Ihr könnt es fast erahnen, sie spielen keinen nervtötenden, völlig überbewerteten Visual Kei, der mich schon immer gelangweilt hat. Nein, Blood Stain Child könnten auch aus Göteborg, Schweden kommen und was das heisst, ist Euch natürlich auch klar. Blood Stain Child sehen zwar (auf den Promobildern) optisch Dir En Grey oder Mucc ähnlicher, aber präsentieren modernen, elektronischen Melodic Death Metal, der stark an In Flames und Soilwork erinnert.

Vielleicht ist dies nicht unbedingt eigenständig, aber wenn das Resultat in Form des Albums “Idolator” so überzeugend ist, sollte dieses kleine Manko keinen Genre - Fan davon abhalten, sich einmal mit dieser Band auseinandersetzen. Besonders diejenigen, die von In Flames’ “Reroute To Remain” und “Soundtrack To Your Escape” angetan waren, werden an “Idolator” ihre Freude haben.

Das Rezept ist also ziemlich einfach: Fette Riffs, abwechslungsreicher Gesang und dichte Electro - Teppiche, kombiniert mit eingängigen Melodien und Refrains.

Und all das ist auf “Idolator” im Überfluss vorhanden. Energiegeladen eröffnen Blood Stain Child mit “Hyper Sonic” ihr Album, welches beim ersten Hören aufgrund der vielen futuristischen Sounddetails vielleicht noch etwas wirr erscheint, sich aber von mal zu mal mehr einprägt, bis es irgendwann gewaltig zündet. Zum anschließenden “Truth” findet man auch ein Video auf der CD, bei dem man die Band in Action begutachten kann. Die Stärke des Songs liegt hier klar im Refrain, in welchem besonders die eingesetzte Elektronik glänzen kann. Ein großes Highlight ist für mich das mitreißende “Ag2o”, das mit einem mystischen Sprechgesang beginnt, aber danach immer mehr an Tempo gewinnt. Was man Blood Stain Child unbedingt zusprechen muss, ist, dass sie ein sehr gutes Gespür für Dynamik und Rhythmus haben, was dazu führt, dass die Songs nie langweilig werden, obwohl sie sich untereinander doch ziemlich ähneln.

Die Suche nach schwächeren Songs ist vergeblich, denn auch bei “Final Sky”, “Void”, “Embrace Me” und “Trial Spiral” ist das Niveau hoch und die Songs sind allesamt Hochkaräter. Würde die Band jetzt noch etwas mehr an ihrer Eigenständigkeit arbeiten, müssten Blood Stain Child einschlagen wie eine Bombe, denn sie bringen alles mit, was man braucht, um in der Metalszene auch international erfolgreich sein zu können.

Fazit: Fans der im Review angesprochenen Bands müssen in “Idolator” einmal reingehört haben, denn was hier geboten wird, ist wirklich vielversprechend, ambitioniert und hitverdächtig.

Daumen ganz weit hoch für Blood Stain Child!

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