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Blood Of God: The Devil's Rising

Wenn da nicht bald mehr kommt, dann setzt es was
Wertung: 8/10
Genre: Power Metal, Melodic Death Metal
Spielzeit: 16:06
Release: 25.01.2010
Label: Eigenregie

Der Pott und seine schon fast unübersichtliche Zahl an Rock- und Metalbands, da geht schon schnell mal etwas unter. So auch geschehen mit den Metallern von Blood Of God, die erst so richtig ins Redaktionsbewusstsein eindrangen, als sie mit einer formidablen Show beim Underground Metal Fest I zu überzeugen wussten. Leider hatten die Jungs aber überhaupt keine CDs mehr mit am Start, wodurch dann auch der Austausch Ware gegen kleinen Schein flach fiel. Einige Wochen später trudelte dann aber ein Duisburger Briefumschlag bei El Cheffe Sir Alex zu The-Pit.de ein mit einer netten Danksagung zu den Pics der oben beschriebenen Show. Dafür von hier ein fettes „Horns up“.

Hier liegt sie nun, die Vier-Track-EP „The Devil's Rising“, ein erstes Lebenszeichen der Duisburger, die sich auf ihrer Facebook-Seite unter dem Banner Melodic Death Metal einreihen. Allerdings meine Herren: Einspruch (dabei zweimal mit dem Holzhammer auf dem Tresen klopfend), denn ja, Einflüsse habt ihr auch aus dem Death-Bereich eingeflochten, aber so Multi-Kulti der Pott ja ist, so sehr haben Blood Of God auch in anderen Stilarten gewildert und mitgenommen, was gefällt.

So ganz kann da Frontmann Scarmal Kill, seines Zeichens auch als Schally, Gitarrist bei den Duisburger Power Metallern Synasthasia bekannt, seine Herkunft nicht abstreiten, sogar die Vocals hören sich teilweise wie beim Synasthasia-Jochen an. Powermetallisch scheppern die Jungs jedenfalls mit „Judgement Day“ straight nach vorn los, streuen sogar einige Death-Grunts der moderneren Art ein und haben hier einen Song am Start, der nicht nach toter Hose mit Faust in der Tasche klingt, sondern eher dafür sorgt, mit aggro-erhobener Fausthaltung den Song mitzuschmettern.

Kaum zu glauben, dass Blood Of God das Dingen in Eigenregie herausgehauen haben, denn der Sound knallt dafür richtig fett und drückt die ganze Zeit – sicherlich war es wieder eine Eigenleistung im proberaumeigenen Studio. Auch „The Devil's Rising“ strotzt nur so vor Kraft, dem powermetallischem Gesang sind wieder einige deathmetallische Growls beigemengt, doch Scarmal Kill schreckt auch nicht vor Core-artigem Gebrülle zurück, ganz so, wie er auch für einige Backingvocals bei Synasthasia zuständig ist.

Für „Deus Ex Machina“ treten die Duisburger dann aufs Bremspedal und hobeln nur noch im Midtempo, ohne aber auf druckvolle Gitarrenarbeit zu verzichten. Droht der Song langweilig zu werden, da wird dann doch noch etwas mehr auf die Tube gedrückt. Sehr variabel, das Ganze, und man merkt, dass so manche Hirngrütze bei spontanen Tempiwechsel verbraucht wurde, um bloß nicht künstlich zu klingen. „Tower Of Shadows“ ragt dann ein wenig vokaltechnisch heraus, liegt doch hier ein Bastard aus Melodeath und Core vor, doch auch die powermetalische Spielweise wird abgegrast. Höchst melodische Soli treffen auf aggressives Riffing und die Drums sorgen für den richtigen Antrieb mit mindestens 150 Pferdestärken.

Blood Of God spielen keinen schnöden melodischen Death Metal, dass kann sogar die siebzigjährige Oma oben im Dachgeschoss erkennen. Vielmehr bewegen sich die Duisburger auf Power-Metal-Gleisen, tackern mit einigen wenigen Death Growls die Schienenstränge fest ins Erdreich, zweigen kurz zu einigen Core-Einflüssen ab und finden doch wieder die Weiche zurück in den Power-Metal-Bahnhof. Kaum zu glauben, dass mit „The Devil's Rising“ das erste Lebenszeichen vorliegt, denn die Jungs schreiben scheinbar aus dem Handgelenk Songs, die vom Aufbau genauso stimmig wie interessant klingen. Wenn da nicht mal schnell eine Full-Length-CD folgt, sollte sofort Protest bei der Duisburger Staatsanwaltschaft gestellt werden, denn dann liegt der Tatbestand der unterlassenen Metal-Bedröhnung vor.

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