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Blitzmaschine: Useless Pain

Ein Lückenfüller wider Willen
Wertung: 4/10
Genre: EBM
Spielzeit: 30:49
Release: 23.03.2012
Label: Danse Macabre/ Alive

Mit dem Debütalbum „Faustrecht“ im vergangenem Jahr erschlich sich das Hamburger  Duo Holger Langermann und Matze alias Blitzmaschine einen Platz in den Herzen der EBM-Freunde. Frontmann Holger, der früher bei Collapsed System mitmischte und Matze, der mit Beborn Beton musikalische Versuche unternahm, sind somit keine Anfänger auf dem Gebiet. Mit eingängigen Texten, pulsierenden Bässen und harter Attitüde erfreuten sie den Hörer. Das Hauptthema Leistungsgesellschaft und „der Stärkere gewinnt“ ist und bleibt erst einmal einer großer Punkt bei Blitzmaschine.

In einem Interview erklärte Holger, dass alle Songs ganz exklusiv sind und nie doppelt, also auf einem Album und einer EP, erscheinen würden.
Dies jedoch haben nicht unbedingt einhalten können, denn die EP “Useless Pain“ beinhaltet eben dies fast ausnahmslos. Der sieben Song lange Player besteht ausschließlich aus Remixen namenhafter Bands.

„Gotcha“ ist zuallererst ein Spiel, bei dem Farbkugeln aus Gewehren auf Kriegsmitspielern abgefeuert werden. Das Leben ist eben auch nur Krieg. Darüber hinaus ist es der Remix von Green Bullet auf dieser Scheibe und auch ein Vorgeschmack auf das kommende Album. Mit bestimmenden Sound und Rhythmus wird der Bass auf die Ohren gehämmert.

Der Titel „Blondes Mädchen“ mit dem Remix von Mesh kann sich hören lassen. Der Text, simpel und eingängig, erzählt von willigen, schönen und dummen Mädchen, die in unserer Gesellschaft stigmatisiert werden. Der Rhythmus ist sehr tanzbar und verführt mit sanften Einspielern den Hörer. Dies ist die eine Version. Die wesentlich härtere und Metal-lastigere Variante ist der Remix von Hardwire.

Weiter geht es eher dreckig zu. Mit „Was hasst du?“ wird wütend die Frage in den Raum gespien und untermalt mit aggressivem Sound das Thema. Ist die Frage erst mal gestellt, kommt ein psychedelischer Rhythmus durch die Boxen. Der Remix ist das Werk von Kreign MG42.

Als Bonus ist am Ende der Scheibe der Videoclip zu “Useless Pain“ draufgepresst. Hier ist das Duett in einem dunklen Keller mit vielen tanzenden Cheerleadern zu sehen.  Sehr plakativ tragen diese Band-T-Shirts, hopsen richtungslos umher und Matze spielt dabei teilnahmslos Akkordeon. Ja, so kann man natürlich auch Hass, Schmerz, Neid und Leistungsdruck darstellen – sehr gelungen ist dies aber nicht und wirkt zusammengeschustert.

Alles in allem ist die EP leider nur ein Lückenfüller zwischen dem Debütalbum und dem zweiten Album und erfüllt damit die allgegenwärtige Meinung, dass EPs meistens nur lahm sind. Man kann nur abwarten, ob das Duett weiterhin bestehen bleibt.

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