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Blinding Zoe: Enigmatic Trips

Das Debüt einer jungen, deutschen Band
Wertung: 7/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 38:05
Release: 07.09.2009
Label: Finest Noise

Schnörkellos und straight nach vorne, so rockt das 2001 gegründete Karlsruher Trio Blinding Zoe. Nachdem sie einen Vertrag mit Finest Noise abgeschlossen haben, bringen sie nun mit „Enigmatic Trips“ ihren ersten Longplayer auf den Markt.

Blinding Zoe spielen typischen Alternative Rock ohne große Ausschweifungen. Neben den treibenden Drums steht die Gitarre im Vordergrund. Sie zeichnet sich vor allem durch rockige und rhythmische Riffs aus, wodurch Songs wie „Warlord“ oder „Cycle“ einen eindeutig rhythmischeren Klang erhalten.

Im Allgemeinen ist der Sound zweigeteilt. In den Strophen ist er wie eben beschrieben rockig und rhythmisch. Zum Refrain hin wird es dann melodischer und auch etwas atmosphärischer. Diese Teilung kann man vor allem bei „Samsara“ und „Prisoner“ gut nachvollziehen.

Der Gesang ist gut, harmonisch und in der mittleren Lage gehalten. Leider sind die Vocals bei „Freak Show“ etwas zu stark bearbeitet, so dass es für den Hörer unangenehm wird, da einige hohe Töne dazukomponiert wurden. Kompositorisch gibt es noch ein kleines Problem. Bei Tracks wie „Wasted“ oder „Numbed“ wollen Gesang und Instrumentierung nicht wirklich zusammenpassen. Einzeln sind sie gut, schön und abwechslungsreich. Zusammen kommen sie jedoch nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Dem Gesang fehlt da etwas die Power, ist er im Gegensatz zu den Instrumenten eher ruhig und getragen.

Zwischen den verschiedenen Midtempo-Rockern hat sich noch ein balladesker Titel eingeschlichen. „Sandglass“ ist ruhig, atmosphärisch und kann vor allem durch die zusätzlichen Keyboardklänge punkten. Durch den Keyboardklangteppich im Hintergrund wird der Sound auch um einiges voller, als es bei den restlichen Stücken der Fall ist.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass alle Songs einen starken Vorwärtsdrang haben, wodurch sie sich eher durch starkes Riffing als durch melodische Akzente in Szene setzten. Man scheint ein Händchen für eingängige Refrains zu haben, jedoch sind die Strophen kompositorisch stark unterlegen. An diesen Stellen scheint klangtechnisch nicht alles komplett zusammen passen zu wollen. Der Hörer mag hier einfach ein solides Konzept vermissen. 

Fazit: Blinding Zoe bieten mit „Enigmatic Trips“ ein ansehnliches Debütalbum. Zwar ist der Alternativ Rock recht schnörkellos, dafür aber umso rockiger und frischer. Manchmal wäre etwas mehr Kreativität und Experimentierfreude schön gewesen. Auf jeden Fall ist ein solides Fundament geschaffen auf das gebaut werden kann.

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