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Blind Guardian: Twilight Of The Gods

Macht Lust auf mehr
keine Wertung
Genre: Power Metal
Spielzeit: 13:45
Release: 05.12.2014
Label: Nuclear Blast Records

Am 30. Januar kommenden Jahres ist es so weit: Blind Guardian veröffentlichen unter dem Namen „Beyond The Red Mirror“ ihr mittlerweile zehntes Studioalbum. Um dem ungeduldigen Fan das Warten zu versüßen, schieben die Power-Metal-Pioniere dem allerdings noch einen kleinen Appetizer vor. „Twilight Of The Gods“ genauer gesagt. Eine EP mit zwei Bandklassikern sowie einem neuen Song. Die beiden Klassiker sind namentlich „The Bard’s Song“ und „Time Stands Still – At The Iron Hill“, beides Livemitschnitte aus Wacken 2012. Neu hinzu kommt außerdem die erste Single des neuen Albums: Das namensgebende „Twilight Of The Gods“.

Zu den beiden Bandklassikern braucht man eigentlich kaum mehr ein Wort zu verlieren. Die Namen der beiden Songs dürften schließlich so ziemlich jedem Freund der härteren Klänge ein Begriff sein. Immerhin fügt die Tatsache, dass die Songs live eingespielt wurden ihnen eine weitere Dimension hinzu und macht den Hörgenuss ein wenig interessanter. Die Aufbereitung der beiden Werke lässt dabei keinen Spielraum für Kritik offen. Sowohl die Band selbst als auch das euphorische Publikum sind gut zu hören und gerade bei „The Bard’s Song“ lassen die Mitsingpassagen nahezu Gänsehaut aufkommen. Die Liveatmosphäre wurde also sehr gut und ohne soundtechnischen Qualitätsverlust eingefangen.

Kommen wir nun zum wesentlich interessanterem Part, der ersten Single des kommenden Albums. Diese fällt glücklicherweise durchaus überzeugend aus. „Twilight Of The Gods“ vereint alle Trademarks der Band und ist direkt als typischer Blind Guardian-Song zu erkennen. Ein typisches Riff in einem Intro, das schnell an Fahrt aufnimmt und in den charakteristischen Gesang von Frontmann Hansi Küsch übergeht. Der Refrain geht dann in typischer Blind Guardian-Manier direkt ins Ohr und bleibt dort mit seiner Melodie auch hängen. Aufgelockert wird der Song von einer interessanten Bridge und einer netten Solopassage in der Mitte. Alles in allem nichts wirklich Neues, aber das erwartet ja im Grunde auch niemand. Das, was die mittlerweile über 30 Jahre alten Power-Metal-Legenden schon immer ausgemacht hat, findet sich auch hier und klingt so gar nicht ausgenudelt, sondern frisch, unverbraucht und macht einfach Spaß.

Insgesamt muss man natürlich auch hier wieder einmal kritisch hinterfragen, ob der Erwerb dieser Singleauskopplung ökonomisch Sinn macht. Die beiden Liveversionen sind zwar gut aufbereitet, neu sind sie allerdings keineswegs. Dementsprechend wird diese Single dann auch vermutlich nur für ein paar Die-Hard-Fans, die von den Klassikern ihrer Lieblinge einfach nicht genug bekommen können, über den Ladentisch gehen. Nichtsdestotrotz überzeugt der neue Song und macht definitiv Lust auf das kommende Album. Blind Guardian scheinen in den letzten viereinhalb Jahren null an Qualität verloren zu haben.

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