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Blind Guardian: Fly

"Back to the roots"? Blödsinn und das ist gut so!
Wertung: 7.5/10
Genre: Progressive Power Metal
Spielzeit: 12:36
Release: 10.03.2005
Label: Nuclear Blast

Blind Guardian sind wieder komplett. Nach monaterlanger Suche konnten sie mit Frederik Ehmke einen neuen Mann hinter die Schiessbude gewinnen. Ex-Drummer Thomen hat währenddessen mit seiner neuen Band Savage Circus ein lupenreines "Old School" Blind Guardian Album vorgelegt. Soweit die Fakten, die im Vorfeld zur heißerwarteten Single "Fly" relevant waren.

Die Spekulationen nahmen stellenweise schon seltsame Dimensionen an. Da war die Rede von der Rückkehr zu alten Klängen, einem Stilwechsel oder gar einer Kombination aus beidem. Jeder, dem insbesondere der letzte Release "A Night at the Opera" zu bombastisch war, kann sich auch diese Single schenken. Sicherlich wurde dieser Faktor etwas zurückgeschraubt, aber das wird diese Leute sicherlich nicht wieder zu Guardian Fans machen. Ich würde sagen, dass die Band ihren "neuen" Stil nun perfektioniert hat. "Fly" ist progressiv, mit vielen Tempiwechseln versehen und kann dennoch im Ohr hängen bleiben. Dafür verlangt der Song allerdings etwas Beschäftigung und die sollte man ihm wirklich widmen. Mir persönlich gefiel das Lied zu Beginn auch überhaupt nicht, aber da ich das auch schon von "A Night at the Opera" kannte, ließ ich "Fly" Zeit sich zu entfalten. Und das war genau richtig, denn jetzt bin ich wirklich sehr gespannt auf das neue Album "A Twist In The Myth" (Arbeitstitel – kann sich noch ändern). Könnt ihr euch eine komprimierte Version von "And Then There Was Silence" vorstellen ? Dann habt ihr "Fly"!

Wie schon bei der letzten Single, gibt es auch hier wieder eine schöne Ballade dazu, die (in dieser Akustik-Version) nicht auf dem Album stehen wird. "Skalds And Shadows" hat atmosphärisch etwas von Blackmore's Night, was nicht zuletzt an den schön gespielten Flöten von Neuzugang Frederik liegt. Ich mag den Song wirklich, aber ich mag ja auch jede Guardian Ballade, die nicht "The Bard's Song – In the Forest" heißt. Das Lied kann ich nun wirklich nicht mehr hören, auch wenn es nach ein paar Bieren natürlich dennoch laut mitgesungen wird.

Das letzte Lied ist eine Coverversion des Iron Butterfly Klassikers "In A Gadda Da Vida", wobei man sich hier auf die kurze Version beschränkt und das knapp 14minütige "Drumintermezzo" außen vor lässt. Der Song erweist sich allerdings als schwer zu covern, denn auch die Guardian Version ist nett, aber doch belanglos. Ein Schicksal, das sie mit der Slayer Version dieses Songs teilt.

Leute, vergesst die "Back to the roots"-Gerüchte . Blind Guardian machen da weiter, wo sie aufgehört haben, merzen allerdings einige Fehler, die man ihnen vorwarf, wieder aus. Nehmt euch die Zeit und vielleicht fängt "Fly" an zu wirken!

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