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Blind: Break Away

„Break Away“ ist eine gut hörbare CD
Wertung: 8.5/10
Genre: Emo-Rock
Spielzeit: 9:51
Release: 22.12.2007
Label: Virgin Records

Dem ein oder anderen Emo-Rock bzw. Power-Pop-Fan dürften Blind schon ein Begriff sein – immerhin existiert die Band schon seit 1996! Damals noch eine Schülerband, wurde das Projekt 1999 mit dem Zugang des Sängers Steve Joachim um einiges ernster, sodass dann 3 Jahre später, nach einigen Besetzungswechseln und weiteren Probe-Phasen das bisher endgültige Line-Up der Band gefunden war.

2002 also startete die eigentliche Karriere der vier Koblenzer: Durch Auftritte als Vorband für Die Happy oder Limp Bizkit(!) wurde man schnell bekannter und konnte die richtigen Leute auf sich aufmerksam machen – doch Blind wollten nicht schnell ein Debüt veröffentlichen, sondern nahmen sich reichlich Zeit, um an ihren Songs zu feilen und wechselten aus diesen Umständen auch mehrmals den Produzenten.

Doch nun erscheint endlich – nach ihrer 2003 veröffentlichten EP „No Compromise“ – ihre erste offizielle CD „Break Away“.

Die Single ist ein erster Vorgeschmack auf das selbstbetitelte, im Januar kommende Album.

Eingeleitet wird der Titeltrack „Break Away“ mit einem flotten Piano-Intro – es ist übrigens während des ganzen Songs regelmäßig eine Piano-Stimme zu hören, obwohl die Band nur aus Sänger, Gitarrist, Bassist und Drummer besteht – aber warum nicht auch mal etwas experimentieren? Dominiert wird der Song ganz klar von der hellen und gekonnt eingesetzten Stimme des Sängers. Die Gitarren haben ordentlich Druck und sowohl Bass als auch Schlagzeug sind fehlerfrei eingespielt.

Der nächste Song ist „Ordinary Day“, der besonders durch das perfekt groovende Zusammenspiel von Schlagzeug und Bass besticht. Die Gitarren kommen erneut sehr wuchtig rüber, was dem Song die nötige Härte verleiht.

Mein persönlicher Favorit ist allerdings der exklusive Track „Out Of Control“, der nicht auf dem Album enthalten sein wird. Eine schnelle Nummer, die den Hörer absolut mitzieht und etwas härter ausfällt als die anderen beiden Tracks.

Eine hochwertig produzierte CD, die bei Rock-Fans sicherlich wunderbar aufgenommen werden wird. Der einzige Makel ist für mich die absolute und augenscheinlich beabsichtige Mainstream-Tauglichkeit – die Songs sind so gut, dass sie regelrecht aalglatt sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit bald im Radio zu hören sein werden, wie auch als Clip im Musikfernsehen.

„Break Away“ ist eine gut hörbare CD, die auch ihre Anhänger finden wird – allerdings auch nichts großartig Besonderes, es gibt bereits zu viele mehr oder weniger gute Rock-Bands, sodass es sehr schwer ist, in diesem Genre noch etwas Neues zu bieten.

Fazit: Positiv aufgefallen sind mir aber vor allem die Klavier-Passagen in den Songs – man wird das Album abwarten müssen, um sagen zu können, ob diese Band längerfristig Erfolg haben wird oder trotz aller Bemühungen doch nur eine Eintagsfliege bleibt.

Allerdings sieht es für die Zukunft nicht gerade schlecht aus – immerhin werden Blind Ende des Jahres mit Bands wie Nightwish oder Samsas Traum auftreten, die sich schon jahrelang erfolgreich gehalten haben!

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